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Am 30.6. hatten wir noch unsere schriftliche Prüfung in der Fachwissenschaft. Es lief während der Prüfung ganz gut und Mitte August haben wir dann unsere Noten erhalten. Für einen Sechser hat es leider nicht ganz gereicht, aber mit meiner 5,5 kann ich glaub gut leben :-). Nächste Woche geht dann das Herbstsemester 2022 los, dafür gibt's dann wieder einen neuen Blog. Liebe Grüsse und Danke fürs Mitlesen. Hier mal der Stand zur Halbzeit meines Studiums...
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Heute habe ich meinen Leistungsnachweis fertig geschrieben und die Präsentation fertiggestellt :-)
Heute war Tom wieder zu Besuch bei uns an der Schule, um an seiner Jacke weiterzunähen. Ich selbst musste andere Dinge für die Schule erledigen, für den Hoodie blieb mir wenig Zeit. Im Prinzip ist er ja aber auch fertig. Was ich allerdings noch erledigt habe ist das Ende der Kapuzenkordel zu gestalten. Die Handarbeitslehrerin meines Vertrauens hatte die Idee, die Enden mit Schrumpfschlauch abzuschliessen. Die Idee fand ich super, Schrumpfschlauch kenne ich aus meinen Elektronikprojekten von vor ein paar Jahren. Also habe ich die Kordel auf die gewünschte Länge gekürzt, ein paar Zentimeter Schrumpfschlauch aufgezogen und dann mit dem Heissluftfön geschrumpft. Zum Schluss habe ich den Abschluss dann noch gekürzt, so dass der buschige Teil weggeschnitten wurde. Hier ein paar Fotos dazu. Klar könnte man jetzt noch die ein oder andere Naht mit der Doppelnadel abnähen oder versuchen mit einem Band die Naht im Halsbereich noch zu verdecken, aber das muss meiner Meinung nach nicht sein. Mich stört es überhaupt nicht, wenn die Nähte zu sehen sind, aber da ist jeder anders, gell Tom :-). Hier noch ein paar Fotos vom fertigen Hoodie: Am Samstag traf ich mich wieder mal mit Tom, um bei mir in der Schule am Hoodie weiterzuarbeiten. Zuerst nähte ich die Innennähte der Kapuze mit der Overlockmaschine nach, dann nähte ich die Tunnelnaht für die Kordel, und danach nähte ich die Kapuze unten zu. Danach machte ich mich daran, das Bündchen unten am Hoodie zu befestigen. Hier merkte ich dann das erste mal, dass die Entscheidung gegen den Beleg auf der Vorderteil-Innenseite vielleicht falsch war. Dies sollte sich dann beim Annähen des Reissverschlusses und der Kapuze dann noch mehr bewahrheiten... Anschliessend ging es dann an den Reissverschluss. Hier musste ich darauf achten, dass ich oben noch genügend Material für die Nahtzugabe für die Kapuze lasse, und dass die beiden aufgenähten Taschen sowie die Bündchen bei geschlossenem Reissverschluss auf derselben Höhe zu liegen kommen. Bei den Taschen ist mir das sehr gut gelungen, beim Bündchen leider nicht. Beim Absteppen des Reisverschlusses von der Oberen Seite ist mir dann an der dicksten Stelle der Reissverschluss irgendwie auch noch weggelaufen, so dass ich da auch nochmal nachbessern musste. Von vorne sieht man es praktisch nicht, aber innen ist es dank des fehlenden Belegs leider sehr gut zu sehen. Naja... Jetzt musste noch die Kapuze angenäht werden. Auch hier ergab sich das Problem, dass der Übergang zwischen Reissverschluss und Kapuze ohne den Beleg halt sehr unsauber aussieht. Letztendlich hätte ich den Hoodie einfach nach Anleitung nähen sollen, aber jetzt ist es zu spät. Im Grossen und Ganzen finde ich, dass mein Hoodie für ein Erstlingswerk ganz gut geworden ist, und ich weiss jetzt wo die Problemzonen liegen und wie ich es beim nächsten Mal besser machen könnte. Der Reissverschluss bringt doch eine ganze Menge neuer Probleme mit sich, die man bei einem "normalen" Hoodie nicht hat.
An meinem Geburtstag fand die zehnte Veranstaltung des Semesters statt. Zuerst ging es um Methoden im Textilen/Technischen Gestalten. Im Prinzip gibt es zwei verschiedene Methoden: Entdeckende Methoden und Nachvollziehende Methoden: Danach gab es Input zum Thema Ösen anbringen. Leider habe ich vor lauter Geburtstag vergessen Fotos zu machen. Da ich aber am Vormittag bereits selbst zwei Ösen an meinem Hoodie angebracht hatte, wusste ich bereits wie es ging. Aufklebbares oder aufbügelbares Verstärkungsvlies hatte ich leider nicht, so dass ich wie bereits erwähnt Rucksacknylon verwendet hatte. Danach ging es an den praktischen Part: Auch hier habe ich leider vergessen zu fotografieren :-( Ich habe aber die beiden Taschen an die Vorderteile angenäht bekommen, was mir auch sehr gut gelungen ist :-). Hier muss man vor dem Annähen sehr gut schauen, ob beide Taschen auch genau gleichmässig umgebügelt und an derselben Position angebracht sind. Lieber einmal zuviel messen als einmal zu wenig. Danach habe ich mich aus der Veranstaltung verabschiedet, da ich noch mit meiner Familie Essen gehen wollte anlässlich meines Geburtstags.
Nachdem Tom und ich schon am letzten Sonntag bei mir an der Schule waren, haben wir auch gestern den ganzen Sonntag (von 10.30 bis 18.00 Uhr) in der Schule verbracht. Unglaublich, wieviel Zeit es benötigt, um so einen Hoodie zu nähen, und wir sind noch bei weitem nicht fertig. Ich habe zunächst mal die Nähte von letzter Woche mit der Overlockmaschine nachgenäht. Dazu musste ich die Stelle unter den Achseln, wo sich vier Nähte treffen, nochmals auftrennen, dann die beiden vom Hals her kommenden Nähte mit der Overlock nähen, dann die nun offene Ärmel-/Seitennaht wieder mit der normalen Haushaltsmaschine schliessen und mit der Overlock nochmals drüber... wenn die Overlockmaschine in der Schule wenigstens funktioniert hätte, wäre das Ganze relativ schnell erledigt gewesen, aber wir (bzw. Tom) mussten erst mal herausfinden, wie das Ganze eingefädelt werden muss. Bei der anderen Overlockmaschine waren beide Nadeln abgebrochen... Das Suchen von Material und das Instandsetzen von Maschinen braucht unglaublich viel Zeit... das haben wir gestern gelernt ;-) Anschliessend habe ich die beiden Aussentaschen in Angriff genommen. Ich habe den Eingriff umgebügelt und - nachdem ich ewig die Zwillingsnadeln gesucht hatte - angenäht. Da man von der Oberseite nähen muss, ist es schwierig die unten liegende Kante genau zwischen den beiden Nadeln zu führen. Bis auf eine kleine Stelle, die ich jetzt von Hand nachnähen darf, ging es aber ganz gut. Weiter gings mit der Kapuze. Ich habe die Vorderkante schmalkantig abgesteppt. Dazu habe ich die Kante erst einmal gebügelt, dann mit Stecknadeln fixiert und dann genäht. An der Stelle, wo an der Kapuze später die Öse für die Kordel hinkommt, habe ich innen eine Verstärkung aus Rucksacknylon eingenäht, so dass diese Stelle später nicht ausreisst. Im Video wird ein aufbügelbares Vlies verwendet, aber leider hatte ich so etwas nicht zur Verfügung... Dann habe ich die Bündchen vorbereitet. Nachdem ich an der PHZH einen Denkfehler beim Saumbündchenzuschnitt gemacht habe, musste ich ein wenig improvisieren. Ich hoffe es kommt dann aber zum Schluss trotzdem noch irgendwie hin. Das muss ich am Donnerstag noch mit Caroline anschauen. Auf jeden Fall habe ich zum Schluss noch die Ärmelbündchen genäht und an die Ärmel angebracht und mit der Overlock versäubert. Das ging relativ gut, zumindest beim zweiten Ärmel habe ich die Nähte ziemlich gut aufeinander gebracht :-) Jetzt muss ich noch einen Reissverschluss besorgen und mir dann überlegen, wie ich den unteren Abschluss mit den Taschen/Bündchen/Reissverschluss mache. Ausserdem muss ich noch überlegen, wie ich die Kapuze anbringe.
Gestern war die neunte Veranstaltung. Zuerst gab es fachdidaktischen Input zum Thema Planen von Unterricht im Bereich Prozesse und Produkte. Wir sollten zu den Bereichen "Funktion/Konstruktion", "Gestaltungselemente", "Verfahren" und "Material, Werkzeuge und Maschinen" jeweils Aufträge zu "Sammeln und Ordnen", "Experimentieren und Entwickeln" und "Planen und Herstellen" erstellen. Die Idee dahinter ist, dass man eine Art Auslegeordnung macht und dann schaut, wo was Sinn macht. Auf gut Deutsch: In welchem Bereich lasse ich die Schüler sammeln und Ordnen, in welchem Bereich lasse ich die Schüler experimentieren und entwickeln... Anschliessend gab es Input zum Aufnähen von Taschen und zur Verarbeitung von Bündchen. An einem "Ärmelstück" sollten wir dann versuchen ein Bündchen anzubringen. Das habe ich ausprobiert und es ging eigentlich ganz gut. Nur die beiden Nähte von Ärmel und Bündchen habe ich nicht ganz aufeinandergetroffen... :-( Anschliessend war noch Zeit, um am Hoodie weiterzuarbeiten. Ich habe die Bündchen zugeschnitten. Leider konnte ich das Bündchen nicht als Schlauch lassen, sondern musste es auseinanderschneiden. Jetzt nehme ich ein langes Stück für den kompletten Rückenbereich und nähe jeweils ein halb so grosses Stück an für die beiden Vorderteile. Eigentlich wollte ich auch noch die bereits genähten Nähte mit der Overlockmaschine nachnähen, aber keine der Overlockmaschinen hatte schwarzes Garn eingefädelt, und da ich nur noch 20 Minuten Zeit hatte, habe ich mich dafür entschieden, dies am Sonntag im Handarbeitszimmer meiner Schule zu machen. Nächste Schritte: bestehende Nähte mit der Overlockmaschine nachnähen, Taschen aufnähen, Bündchen annähen, Reissverschluss kaufen und annähen, Kapuzenösen anbringen, Transferfolie in der richtigen Farbe für den Schneideplotter besorgen.
Am Mittwoch war ich nochmal im Handarbeitszimmer. Ich habe die zweite Ärmel-/Seiten-Naht geschlossen und dann mit der Kapuze begonnen. Ich habe jeweils zwei Kapuzenteile rechts auf rechts zusammengenäht (SL4, SB0), anschliessend habe ich die beiden Seitennähte miteinander verbunden: Ausserdem habe ich noch die Hausaufgabe in Form des "Design-Checks" erledigt: Am Muttertag (!!!) waren Tom und ich bei mir an der Schule. Wir haben die restlichen Teile aus den Schnittmustern ausgeschnitten und dann die ersten Nähte genäht. Wir sollten ja alles zuerst mit einem Geradeausstich 4mm nähen, um anschliessend die Passform überprüfen zu können und ggf. noch Anpassungen machen zu können. Ein weiterer Grund ist sicher auch, dass man die Messer der Overlockmaschine schützen möchte. Stecknadeln sind daher an der Overlockmaschine tabu. Im Gegensatz zum ersten Zuschnitt an der PHZH habe ich dieses Mal die Teile mit einer Kreide angezeichnet und dann das Schnittmuster weggenommen. Dadurch konnte ich wesentlich besser zuschneiden, da nicht immer das Papier im Weg war (bei mir war ja die Nahtzugabe schon ins Schnittmuster integriert und ich hätte direkt am Papier entlang schneiden müssen). Statt Stecknadeln habe ich Unterlegscheiben zum Beschweren benutzt. Das ging sehr gut. Danach ging's ans Nähen. Das hat mir wesentlich besser gefallen, wahrscheinlich da ich mich hier schon sicherer fühle. Beim Zuschneiden war ich immer unsicher, wie genau das Ganze sein muss. Im Nachhinein war die Sorge völlig unbegründet. Die Teile passten wunderbar zusammen. Die Idee mit den Knipsen finde ich sehr hilfreich, so merkt man sofort, ob man das richtige Teil am richtigen Ort hat. In der zweiten textilen Veranstaltung gabe es zunächst einige didaktische Impulse zum Thema Oberteile aus Maschenware. Wir stellten unsere Ideen vor, wie wir die ersten Lektionen zum Thema gestalten würden. Hier einige Möglichkeiten, die genannt wurden: - Oberteile von den Schülern mitbringen lassen - Dann sortieren lassen nach verschiedenen Kriterien: z.B. Material, Farbe, Konstruktionsart, Gestaltungselement... - Rechercheaufträge stellen (Geschichte von Maschenware, Herstellung von Maschenware, was sind momentane Trends...) - zählen lassen: Wieviele Pullis hast du zuhause, wieviele Jeans... - Ein Kleidungsstück einer anderen Person bewerben: "Ich finde diesen Pulli super, weil..." (Sichtweise einer anderen Person kennen lernen, Perspektivenwechsel) Bei der Gestaltung des Oberteils ist es wichtig darauf zu bestehen, dass die SuS mehrere Entwürfe machen und sie danach begründen zu lassen, warum sie sich für welche Gestaltung entschieden haben. Generell geht es darum, sich über die einzelnen Aspekte bewusst zu werden und bewusste Entscheide zu fällen und diese dann auch gegenüber Anderen begründen zu können. Anschliessend gab es dann noch diverse fachliche Inputs zum Thema Saumverarbeitung/Randabschlüsse. Caroline zeigte uns, welche Möglichkeiten man mit der normalen Nähmaschine hat (Wabenstich, Doppelnadel mit normalem Geradeausstich, Kurvenstich), so dass es eine elastische Naht gibt. Ausserdem erklärte sie uns noch einige Dinge zum Thema hoch/tief eingesetzte Ärmel, Zuschnitt, Nahtzugaben usw. |
AutorMatthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH. Archiv
September 2022
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