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Elfte Veranstaltung 16.12.2021

19/12/2021

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Am Donnerstag war bereits die vorletzte technische Veranstaltung. Das erste Semester neigt sich also dem Ende zu. Zuerst testete uns Matthias bezüglich Werkzeugkunde, so dass wir wussten, wie genau er die Werkzeugnamen nächste Woche haben möchte. Hier konnte ich sehr gut mithalten, was mich für nächste Woche positiv stimmte.

Anschliessend ging es kurz um die Antriebe von Schrauben: Schlitz, Kreuz, Pozidriv, Torx und Inbus. Hier der Tipp von Matthias: Anstatt zig Schraubenzieher für die Schule anzuschaffen, sollten lieber einige Bithalter und Bitsets gekauft werden. So müssen nur die (günstigen) Bits immer wieder ersetzt werden und man hat immer das perfekte Bit für die jeweilige Schraube.

Danach ging es ans nächste Thema: Nieten
Tipps:
- vermeiden, allzu viele verschiedene Nietenarten an Lager zu haben.
- Blind- oder Popnieten in einer oder zwei Grössen haben, eher lange Versionen.
- Die Angaben auf den Packungen kann man getrost ignorieren, denn die sind nur für Handwerker bestimmt, welche nicht bei jeder Niete die Zeit haben, mehrmals an der Blindnietzange zu drücken.
- Der Döpper kann weiterbenutzt werden
- wasserdichte Nieten sind erhältlich

Weiter gings mit dem Thema Blech bohren (sehr gefährlich!!!):
Tipps:
-Hände aus der Flugbahn!
- Blech so einspannen, dass der Spiralbohrer das Blech nicht hochziehen und damit deformieren kann!
- Massives Holz unterlegen
- Am besten zwei Feilkloben verwenden und möglichst nahe am zu bohrenden Loch festklemmen
- Schüler zu zweit bohren lassen. Einer hält das Brett fest und der andere bohrt/bedient den Notausschalter, falls etwas passiert.
- bei grösseren Löchern ggf. mit kleinerem Bohrer vorbohren
- Alternative zu Spiralbohrern: Stufenbohrer (Kegelförmig), oder bei grösseren Löchern Kreisbohrer (sehen wie zusammengeschweisste Sägeblätter aus) verwenden, falls vorhanden.
- Bohröl verwenden
-Körnen
- Drehzahl nach unten regulieren

Anschliessend zeigte uns Matthias die Tafelblechschere:
Tipps:
- Die Arretierung der Tafelblechschere fürs Zuschneiden von kleinen Blechen nutzen. So hat man beide Hände frei.
- Den Schülern zeigen, wo genau die Einstellung abgelesen wird.
- Aluminium bis 1,5mm, Chromstahl bis 1mm schneidbar.
- hin- und herwackeln zur Feineinstellung

Nach diesen ganzen Inputs ging es dann ans Anschauen unserer Designs für das Racletteöfeli. Es war interessant welche Ideen von den anderen kamen. Mein Design stellte sich als machbar, aber letztendlich doch etwas schwierig heraus. Das Design von Katrin gefiel mir sehr gut, so dass ich mich mit ihr hinsetzte und ihr Design noch ein wenig diskutierte, um ggf. noch Verbesserungen vorzunehmen. Letztendlich haben wir uns dann für eine Variante mit 3 Abschnitten von 8x8cm entschieden. Wir haben uns also jeweils ein 1.5mm Alublech auf 24x8cm zurechtgeschnitten. Dabei blieb ein etwas schmalerer Streifen übrig, den wir als Probestück für eine Biegung in der Biegevorrichtung verwendeten. Das Biegen ging relativ gut, aber da die gebogenen Enden relativ lang waren, haben wir unser gebogenes Stück nur wieder aus der Maschine bekommen, indem wir den unteren Teil der Biegevorrichtung ausgebaut haben. Hier unser Ergebnis:
Bild
Wenn man von Hand biegen möchte/muss, kann man so genannte Biegebacken verwenden, die in den Schraubstock eingespannt werden, um dann mit einem Stück Holz (und ggf. einem Hammer) zu biegen.
- Kraft möglichst weit unten an der Kante ansetzen
- die beiden Backen sind unterschiedlich: Eine Backe ist scharfkantig, die andere abgerundet
- ausserdem ist ein Teil der Backen jeweils dicker als der andere. So in den Schraustock einspannen, dass sie nicht immer herausfallen.

Anschliessend bat mich Remo um Unterstützung. Er wollte die Stahlscheibe vom vorletzten Mal noch schmieden, da die Acetylen-Sauerstoff-Anlage gerade angestellt war. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch meiner Stahlscheibe noch eine Rundung verpasst:
Bild
Während Remo und ich am Schmieden waren, baute Katrin noch ein Racletteöfeli aus 4 Winkeleisenstücken und einem rechteckigen Blech, zusammengehalten durch 8 würfelförmige Supermagnete. Diese Idee fand ich super und die werde ich in den Weihnachtsferien auch noch nachbauen:
Anschliessend begannen Katrin und ich unsere Racletteöfeli zu bauen. Die Idee war mit einer Metallbügelsäge 1mm-Schlitze ins 1,5mm Aluminiumblech zu sägen, so dass wir die Schlitze nachher nur noch wenig mit Schleifpapier weiten müssten. Leider fiel die Schleifarbeit dann doch grösser aus, und leider habe ich es auch nicht wirklich gleichmässig hinbekommen. Hier hätte ich mir mehr Zeit lassen müssen. In der Veranstaltung ist aber alles relativ dicht gedrängt und es gibt ja auch keinen Schönheitspreis. Es geht darum, dass man alles mal ausprobiert und Erfahrungen sammelt, so dass man sich dann auch mit den Schülern dran wagt.

Anschliessend haben wir noch im Mittelteil 3 Löcher gebohrt und dann mit der Laubsäge die Schlitze hineingesägt. Die müssen wir nächste Woche noch aufweiten. Hier unser Ergebnis am Ende der Veranstaltung.
Zum Schluss noch der Nachtrag von letzter Woche. Da hatten wir einen Kupferring hartgelötet. Zum Silberring bin ich auch in dieser Veranstaltung nicht gekommen, aber hier mal noch das Bild vom fast fertiggestellten Kupferring:
Bild
1 Comment
Derek Miller link
19/10/2022 17:28:01

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    Autor

    Matthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH. 

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