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Woche 3

26/10/2021

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In den letzten 2 Wochen waren Ferien :-)
 
Zuerst habe ich noch meine beiden Portemonnaies fertiggestellt. Ich habe beiden einen Druckknopf spendiert. Die Druckknöpfe aus Plastik nennen sich anscheinend heutzutage Kam Snaps… neumodisches Zeugs 😉. Das Anbringen ist kinderleicht. Ein Loch mit einer Art Ahle durch den Stoff stechen, dann ein Teil von der einen Seite durchstecken, das Gegenteil auf der anderen Seite draufstecken und dann mit einer speziellen Zange die beiden Teile zusammenpressen. Ich habe zuerst ein Probestück gemacht, und dann die beiden Portemonnaies mit Kam Snaps versehen.
Dann habe ich mich mit der textilen Materialkunde auseinandergesetzt und viel über diverse Fasern, Garne und textile Flächen gelernt. Ich habe auch viel übers Spinnen und Weben gelernt, verschiedenste Bindungen beim Weben angeschaut etc. Am liebsten hätte ich das mal ausprobiert, aber ein Spinnrad und einen Webstuhl zu kaufen fand ich dann doch etwas übertrieben. Das Weben ist ja schon eine Wissenschaft für sich. Wie man z.B. auf die Idee kommt, mittels Lochkarten einzelne Kettfäden anzuheben (bei der Jacquard-Webmaschine), Wahnsinn!!
​Bezüglich der Fasern dachte ich, dass ich mich hauptsächlich mit Baumwolle und Polyester beschäftigen werde, weil das die wohl am meisten eingesetzten Fasern weltweit sind. Aber dann bin ich auf ein Video gestossen, dass sich mit Cellulose basierten Chemiefasern beschäftigt. Hauptsächlich ging es ums Thema Viskose/Modal/Lyocell und wie nachhaltig solche natürlichen Chemiefasern sind.

Da solche Cellulose basierten Chemiefasern als Ausgangsstoff Holz verwenden, scheinen sie auf den ersten Blick ja super umweltfreundlich und nachhaltig zu sein, denn Holz wächst ja nach und die Bäume brauchen im Vergleich zu Baumwolle viel weniger Wasser und kaum Pestizide. Dass aber beim Herstellungsprozess von Viskose Natronlauge, Schwefelsäure und Schwefelkohlenstoff eingesetzt werden, macht die Viskose dann relativ schnell nicht mehr so umweltfreundlich. Dasselbe gilt für die etwas modifizierte Viskose namens Modal.

Was ich dann spannend fand war das Verfahren der Firma Lenzing in Österreich, welche den Zellstoff aus dem Holz mit einem anderen, relativ unproblematischen Lösungsmittel, welches zu 99.8% immer wieder weiterverwendet werden kann, herauslösen kann. Die Faser, die dabei entsteht, nennt sich dann Lyocell oder Tencel. Ich bin gespannt, ob diese Faser sich in Zukunft durchsetzen wird.
​Ausserdem habe ich noch ein wenig an meinem Moodboard gearbeitet, hier noch der aktuelle Stand…
​Am Donnerstag ist dann die vierte Veranstaltung. Ich bin gespannt 😊.
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    Autor

    Matthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH. 

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