Tag 18: Griffbrett einzeichnen, aussägen, hobeln, an die richtige Position bringen, festleimen...7/6/2019 Nachdem ich gestern die Bünde eingezeichnet und vorgesägt hatte, ging es heute weiter mit dem Griffbrett. Zunächst habe ich die richtige Form eingezeichnet und dann mit der Bandsäge grob ausgesägt. Als nächstes mussten diese noch krummen Linien mit dem Hobel begradigt werden. Zu Beginn bin ich fast verzweifelt... nachdem Werni dann die Klinge des Hobels nachgeschliffen hatte, ging es fast von alleine. Scharfes Werkzeug - gerade wenn man harte Hölzer wie Ebenholz bearbeitet - ist das A und O. Danach haben wir die Dicke des Griffbretts mit der Hobelmaschine noch um ein paar Millimeter reduziert, damit es nicht allzu dick wird. Anschliessend haben wir dann das Griffbrett an die exakte Position auf dem Hals gebracht (der 5mm-Sattel wurde hierzu noch eingelegt) und mit zwei Schraubzwingen fixiert. Damit das Griffbrett beim Leimen während des Anziehens der Schraubzwingen nicht seitlich verrutschen kann, habe ich dann den Hals soweit herangeschliffen, dass er bündig zum Griffbrett ist. So konnten wir zu Beginn des Leimens ein seitliches Verrutschen durch zwei Schraubzwingen verhindern. Anschliessend haben wir das Griffbrett auf den Hals geleimt (der Truss Rod hat davor noch ein paar Tropfen Öl abbekommen, so dass er durch den Leim nicht festgesetzt wird)... Am Ende des Tages haben Werni und ich uns noch mit dem Material und der Form für den Steg beschäftigt. Auch hier habe ich mich für Ebenholz und die traditionelle Form von Martin entschieden. Da ich kein Standard-000-Modell baue, sondern die etwas breiteren Griffbrett-Masse von der Eric Clapton Signature 000-28 übernommen habe, konnten wir den Mustersteg von Werni nicht nehmen und mussten eine Schablone auf Papier zeichnen, um abschätzen zu können, ob der Saitenabstand am Steg und der Saitenverlauf entlang des Griffbretts ungefähr hinhauen wird. Das scheint alles soweit zu passen, und nach dem langen Pfingstwochenende geht's dann mit dem Bau der Gitarre weiter :-)
Kurz vor Feierabend kam André Zarn, der Hauswart der OS Kreuzstrasse, vorbei und holte mich ab. Seine Eltern wohnen in Andeer und wir waren zum Abendessen eingeladen. Ich hatte mir etwas Bündnerisches gewünscht, und mein insgeheimer Wunsch wurde erfüllt: Es gab - unter anderem - Capuns :-). Und dann ging es im grünen Toyota gen Heimat... Danke an dich, André, und deine Eltern.
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