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Heute habe ich Werni Schär, bei dem ich die Gitarre bauen werde, in seiner Werkstatt in Andeer besucht. Ich habe mich sofort zuhause gefühlt und für mich als Gitarrist war es wie in einem kleinen Paradies. Überall standen oder hingen Gitarren und andere Saiteninstrumente herum. Auch der Duft der ganzen Hölzer versprühte eine ruhige, warme Atmosphäre. Werni und ich haben uns dann lange unterhalten, wie meine Gitarre denn aussehen soll. Er hat mir verschiedene Optionen dargelegt und ich konnte mich dann entscheiden. Z.B. habe ich mich für die Korpusform 000-28 entschieden, angelehnt an das gleichnamige Modell der Firma Martin. Bei der Holzauswahl habe ich mich für eine Decke aus Fichte entschieden, Boden und Zargen werde ich aus Nussbaum machen. Bei der Auswahl des Griffbrettholzes bin ich mir noch nicht sicher: Es wird entweder Palisander oder Ebenholz werden, wobei ich zum problematischen (weil Tropenholz) Palisander tendiere. Den Namen des Holzes für den Hals habe ich schon wieder vergessen (ich werde auch nicht jünger ;-)). Insgesamt blieb ich ca. 1,5 Stunden bei Werni in der Werkstatt. Dabei habe ich auch noch einen Kursteilnehmer, der gerade an der Bebalkung seines Gitarrenbodens arbeitete, kennengelernt. Hier konnte ich sehen, was auf mich zukommen wird. Während meinem Besuch in Andeer habe ich auch Wernis Ehefrau Cecilia und seinen Sohn Claudio kennengelernt, der gerade an einer Form für einen Fender Jazzbass Hals arbeitete. Hier noch ein Foto des Holzlagers von Werni, wo die Hölzer für Decken, Zargen, Böden, Hälse, Griffbretter etc. gelagert werden. Aus diesem Lager werde ich die Hölzer für meine Gitarre auswählen. Ich freue mich schon darauf.
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AutorMatthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH. Archiv |