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Blog iWB2019 Edinburgh

Tag 23: Language School, Braid Hills, Beltane Festival

30/4/2019

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Heute vormittag war wieder Language School angesagt. Ben geht viel schneller vorwärts als Steven und Anna, was ich gut finde. Er zwingt uns auch aus unserer Komfortzone heraus, was zwar einerseits stressig ist, aber uns hoffentlich im Endeffekt auch weiterbringt. Heute hatten wir es über Lernstrategien und Gedächtnisstrategien. Für mich als Lehrer war es sehr interessant, und ich habe auch ein paar neue Sachen kennengelernt. Ben war nämlich mal Psychologiestudent und hat sich da etwas intensiver mit dem menschlichen Gehirn auseinandergesetzt. So hat wohl jeder Lehrer sein Steckenpferd, mit dem er die Schüler belästigt ;-)

Am Nachmittag entschied ich mich einen weiteren der 7 Hills zu besteigen. Heute war das Wetter zwar lange nicht so schön wie gestern, aber morgen ist Regen gemeldet, also die Gunst der Stunde genutzt und mit dem Bus schnell rausgefahren zu den Braid Hills. Der Aufstieg auf die Braid Hills war einfacher als angenommen, denn der Einstieg zum Wanderweg liegt schon sehr weit oben, so dass man letztendlich nicht mehr allzuviele Höhenmeter selber erledigen muss. Das war also sehr angenehm heute, und nach 10 Minuten war ich schon auf 200m Höhe und am Gipfel angekommen. Wie gesagt, das Wetter war nicht besonders toll, aber man hatte wunderbare Aussichten auf die Stadt und die umliegenden Berge. Auf dem Rückweg durchquerte ich noch eine Golfanlage und traf lauter nette Golfer im Pensioniertenalter. In so einer Umgebung würde ich auch gerne mal golfen (wenn ich es denn könnte...).

Heute Abend werde ich noch an das Beltane Firefestival gehen. Da das Ganze erst um 20.00 Uhr startet und bis tief in die Nacht geht und ich ja morgen früh wieder in der Schule antraben muss, werde ich also erst im morgigen Beitrag davon berichten.

Hier also die Fotos vom heutigen Tag, von den Braid Hills :-)
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Tag 22: Language School, Blackford Hill

29/4/2019

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Heute startete ich in meine vierte und vorletzte Woche hier in Edinburgh. Wahnsinn, schon mehr als die Hälfte vorüber, und es gibt noch so viele Dinge, die ich noch anschauen möchte. Naja, Edinburgh läuft ja nicht davon... komme ich halt wieder einmal.

Heute war auf jeden Fall wieder Language School, aber jetzt mit Ben. Ben ist ein junger Schotte, der ziemlich schnell redet, zumindest im Vergleich zu Steven, der ja auch Schotte ist. Aber so sind sie, die Jungen... für mich eine kleine Herausforderung, da Ben sich wirklich keinerlei Mühe gibt, langsam und deutlich zu sprechen. Aber so wollte ich es ja haben, also nicht jammern. Alles gut.

Am Nachmittag machte ich mich dann wieder auf den Weg, und da heute - wieder :-) - schönes Wetter war, entschied ich mich den nächsten der "Seven Hills of Edinburgh" zu bewandern, nämlich Blackford Hill. Da ich das Geld für den Bus nicht exakt hatte, entschied ich mich kurzerhand zu laufen. Das ging auch ganz gut, und so wanderte ich an den Meadows vorbei, dann hoch nach The Grange und wieder runter nach Blackford. Das dauerte eine halbe Stunde. So, und dann ging es nach oben... meine Erwartungen waren nicht besonders gross, da mein polnischer Kollege vor gut einer Woche hier oben war und gemeint hat, dass es nichts Besonderes sei. Naja, was soll's, auf 4 von den 7 Hügeln war ich ja schon, dann mache ich die anderen drei doch auch noch. Ich bin nicht der Typ, der halbe Sachen macht.

Naja, ich sollte nicht enttäuscht werden. Auf dreiviertel Höhe angekommen, bot sich mir eine traumhafte Kulisse. Super Blick auf Arthur's Seat, Calton Hill, Castle Rock bis hinaus aufs Meer. Da musste ich gleich mal auf das strategisch günstig platzierte Bänkchen hocken und ein paar Bilder schiessen...
Nach ein paar Minuten entschied ich mich weiterzulaufen und nach weiteren 5 Minuten war ich ganz oben. Der ganze Aufstieg dauert ca. 20 Minuten (vielleicht sogar weniger). Hier ein paar Impressionen vom Gipfel...
Danach begann der Abstieg, und als ich am Fusse des Blackford Hill ankam, fand ich diesen wunderbaren Teich, der in der Mitte eine Insel hat, in welcher Schwäne ein Nest haben. Leider war meine Handykamera nicht in der Lage nah genug heran zu zoomen. Naja, die Schwäne wollen sicher auch ein wenig Privatsphäre... Anschliessend lief ich über Morningside und Bruntsfield wieder zurück in meine Edelherberge, direkt neben einem Nachtclub und der Feuerwehr... aber zuvor entdeckte ich dank  Geocaching noch das Mini-El Paso von Edinburgh...  verrückt...
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Tag 21: Water of Leith Walkway - von Balerno nach Dean Village

28/4/2019

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Heute machte ich mich gegen 10 Uhr auf den Weg Richtung Balerno. An der Princes Street habe ich den 44er-Bus genommen und bin bis zur Balerno High School gefahren, denn dort beginnt der Water of Leith Walkway. Was der Walter of Leith Walkway ist, hatte ich ja schon öfters geschrieben, denn mit Eva und den Jungs bin ich schonmal von Dean Village nach Leith gelaufen und als wir am Union Canal entlang gelaufen sind, haben wir anschliessend noch den Teil von der Lanark Road bis zur Gorgie Road absolviert.

Heute startete ich also um 10:50 Uhr in Balerno, und ich muss sagen, was ich da auf den ersten drei Stunden gesehen habe, das war einfach nur wunderschön. Obwohl aussenrum die Stadt ist, kommt man sich vor wie im Wald, und ständig hat man das Wasser neben sich. Herrlich. Den ersten Teil bis Slateford, vor allem die "Colinton und Craiglockhart Dells", kann ich nur empfehlen. Wer also mal ein bisschen Abstand vom Rummel der Stadt sucht, der ist hier genau richtig. Die Busfahrt von der City bis nach Balerno kostet nur £1.70, für Kids nur £0.80.

Hier die Fotos vom landschaftlich interessantesten ersten Teil (Balerno-Slateford)
Nun kam ich wieder in die Zivilisation. Bei Slateford kreuzen sich der Union Canal und der Water of Leith (wie vor einigen Tagen schon beschrieben). Diesen Teil musste ich jetzt halt nochmal laufen. Man merkt deutlich, dass man der Innenstadt näher kommt, man sich aber noch in den Aussenbezirken befindet. Überall Industrie, Einkaufszentren, Fussballplätze, aber zwischendrin aber auch wieder schöne Parks, und über allem thront das Murrayfield-Stadion, Home of Scottish Rugby...

Hier die Bilder vom Abschnitt Slateford - Roseburn...
Nach diesem landschaftlich nicht soooo tollen Teil ging es dann über die Hauptstrasse, die den Flughafen mit der City verbindet, und schwuppdiwupp war man wieder in einer anderen Welt. Man merkte, dass man jetzt die Outskirts verlassen hatte und sich in der etwas nobleren New Town (oder besser gesagt deren Ausläufern) befand... speziell der Teil in der Nähe der "Gallery of Modern Art" hat mir sehr gut gefallen. Wer also mal eine kurze Ruhepause braucht... geschätzt 15 Minuten zu Fuss von Princes Street und schon ist man da. Und Dean Village ist sowieso ein Juwel, oder wie der Schweizer zu sagen pflegt: Ein Bijou ;-)

Neben all dem, was ich jetzt beschrieben habe, habe ich noch 9 Geocaches aufgesammelt. Ein paar andere habe ich nicht gefunden, oder sie waren nicht mehr da, oder es war mir zu blöd lange herumzusuchen. Bei einem Geocache hat's mich fast in den Matsch gelegt. Konnte mich aber gerade noch abfangen ;-)

Um ca. 16 Uhr war ich dann an der Dean Bridge angekommen. Von dort fuhr ich dann mit dem Bus zurück. Hatte keinen Bock mehr zu laufen.

Hier die Bilder vom Abschnitt Roseburn - Dean Village...
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Tag 20: Ausschlafen, The Meadows

27/4/2019

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Heute war Ausschlafen angesagt. Und wenn ich sage Ausschlafen, dann meine ich Ausschlafen. Es war also weit nach 12:00 Uhr, bis ich mich mal aus dem Bett geschwungen habe. Das muss man ausnutzen, wenn man mal keine Schule hat und sonst auch keine Verpflichtungen auf einen warten :-). Nichts vorbereiten, nichts korrigieren, herrlich. So kann's noch eine Weile weitergehen.

Als ich dann irgendwann mal startklar war, ging's ab in die Meadows. Die Meadows waren, wie auch das Norloch, früher mal eine Art See, der irgendwann mal trockengelegt wurde. Nur, dass das Norloch nördlich der Old Town liegt, und die Meadows eben südlich. Heute sind die Meadows eine grüne Oase für die Leute aus Edinburgh, wo sie am Wochenende ein wenig Zeit verbringen können. Da heute schönes Wetter war (es war zwar nicht besonders warm, aber die Sonne schien), entschied ich mich den Multicache, der kreuz und quer durch die Meadows führte zu machen. Heute beschreibe ich aber nicht jeden einzelnen Posten, so wie gestern. Die Geschichten um die heutigen Stationen waren jetzt nicht so spannend, dass ich sie niederschreiben müsste. Ich habe aber ein paar Fotos gemacht, momentan sind nämlich die Bäume am Blühen und die Meadows waren heute ein schöner Ort, dementsprechend war ich auch nicht alleine. In drei Parzellen der Meadows spielten Leute Cricket, in einer anderen Parzelle spielten andere Fussball. Daneben hat es auch noch 10 Tennisplätze und einen grossen Kinderspielplatz sowie ein gemütliches Café.

Hier meine Bilder vom heutigen Nachmittag in den Meadows von Edinburgh :-)
Morgen habe ich vor mit dem Bus nach Balerno rauszufahren und von dort entlang des Water of Leith das noch fehlende Stück des Walkways zu laufen. Da das eine ordentliche Strecke ist, muss ich wohl ein wenig früher aufstehen... ;-).

Gerade erfahre ich, dass der VfB Stuttgart endlich mal wieder ein Bundesligaspiel gewonnen hat, und das sogar gegen Borussia Mönchengladbach. Na also, es geht doch. Allerdings ist der Rückstand auf den viertletzten immer noch 6 Punkte, weil die auch gewonnen haben... und es sind nur noch 3 Spiele. Es wird wohl auf die Relegation hinauslaufen :-(...
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Tag 19: Language School, Burke and Hare

26/4/2019

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Der heutige Tag begann mit einem kleinen Schock. Nicht nur liess mich mein polnischer Kollege mal wieder alleine im Englischkurs sitzen, nein, meine Englischlehrerin teilte mir auch noch mit, dass sie gekündigt habe und dass heute ihr letzter Tag sei. D.h. ich werde am kommenden Montag einen neuen Lehrer bekommen. Schauen wir mal, wer für Anna kommt. Momentan sind kaum Schüler an der Language School, anscheinend sei der Brexit der Hauptgrund. Keiner weiss, wie das Vereinigte Königreich in Zukunft an Europa angeschlossen sein wird, deswegen sind viele junge Europäer unsicher, ob sie eine Karriere in Grossbritannien anstreben sollen oder nicht. Praktisch alle Sprachschulen in Schottland seien momentan quasi leer, während die Sprachschulen in der Republik Irland randvoll seien... tja, der liebe Brexit... und jetzt geht diese ganze Unsicherheit noch bis Ende Oktober, oder vielleicht noch länger. Deswegen möchte die schottische Regierungschefin jetzt ein zweites Referendum für eine Unabhängigkeit Schottlands initiieren. Schauen wir mal, ob es soweit kommt. Westminster ist zumindest schonmal dagegen.

Am Nachmittag begab ich mich dann auf die Spuren von Burke and Hare, zwei Ganoven, die um 1820 herum in Edinburgh ihr Unwesen trieben. Die Universität von Edinburgh war damals weltweit führend im Bereich der Anatomie des menschlichen Körpers. Die Gesetze von damals verboten aber, dass mehr als eine Leiche pro Jahr seziert werden durfte. Das war natürlich blöd für die Wissenschaftler. Deshalb bezahlte ein gewisser Dr. Knox relativ viel Geld, wenn ihm jemand eine menschliche Leiche besorgte.  Da es genügend arme Leute in Edinburgh gab, denen es egal war, wie sie zu Geld kamen, begannen gewisse Leute nachts frisch beerdigte Leichname wieder auszugraben und sie dann an Dr. Knox zu verkaufen. Deswegen findet man auf gewissen Friedhöfen Wachtürme oder Gräber mit Gittern darüber. Die Herren Burke und Hare gingen einen Schritt weiter. Kurz gesagt haben sie sich das Ausgraben sparen wollen und haben Leute direkt umgebracht und dann an Dr. Knox verkauft. Das ging dann ein gutes Jahr gut, bis sie endlich geschnappt wurden. Hare sagte gegen Burke aus und blieb dadurch straffrei und Burke wurde gehängt. Sein Leichnam wurde auch zur Dissektion freigegeben und sein Skelett ist heute noch in einem Museum in Edinburgh ausgestellt. Aus Teilen seiner Haut wurden Notizbücher eingefasst und in einem skurilen "Museum", welches das Finale des heutigen Multicaches darstellte,  findet man ein "calling card case", welches auch aus der Haut von William Burke hergestellt wurde. Laut der Besitzerin des Caches war eine calling card eine Karte, die man von der Strasse aus einem Angestellten einer Familie in die Hand drückte, während man in seiner Kutsche wartete. So konnte der Empfänger der Karte entscheiden, ob er den Gast auf der Strasse empfangen wollte oder nicht.

So, jetzt geht's also los. Der Multicache startete auf einem Friedhof, wo eben zu dieser Zeit Gräber nachts ausgeräumt wurden, um die Uni mit frischem Material zu versorgen. Ich musste das Grab der Familie Neilson finden und dort einige Zahlen vom Grabstein ablesen.
Die zweite Station war beim Grassmarket. Dort hatte die Frau von Mr Hare ihr Gasthaus, in welchem später die meisten Morde begangen wurden. Später war dann die Heilsarmee dort drin und heute ist es das Kickass Hostel ;-) Hier musste ich auf dem Gedenkstein wieder eine Jahreszahl ablesen.
Die erste Leiche, die Burke und Hare an Dr. Knox lieferten, war ein Gast von Mrs Hare, der während seines Aufenthaltes starb. Er schuldete Mrs Hare aber noch Geld. Um dieses Geld zurückzubekommen, verkaufte Hare die Leiche an Dr. Knox. An der dritten Station, heute ein Geschäft für Porzellanwaren neben dem National Museum of Scotland, fragten Burke und Hare einen Studenten, wo sie die Leiche abliefern könnten. Sie wurden dann weitergeschickt zum Surgeons' Square. Ich musste hier lediglich die Hausnummer ablesen... easy...
Weiter ging's an Station 4, dem Surgeons' Square, der inmitten eines Universitätsviertels liegt. Wahrscheinlich lauter Chirurgen, die Leichen sezieren... hier fand ich das Haus, in dem Dr. Knox wahrscheinlich seine Dissektionen vor Publikum vornahm. Hier musste ich wieder gewisse Zahlen von der Informationstafel entnehmen.
Station 5 war dann eine Kneipe am Cowgate, einer Strasse unterhalb der Royal Mile, wo sich früher - und wahrscheinlich auch heute noch - die armen Leute ihr Leid weggesoffen haben. Dort haben Burke und Hare ihre Opfer - meist Auswärtige, die niemand kannte und deswegen dann auch nicht vermisst wurden - abgefüllt und später in der Herberge von Mrs Hare umgebracht. Auch hier musste ich wieder auf einer der vielen Tafeln gewisse Zahlen finden...
Die 7. und letzte Station war dann wieder oben auf der Royal Mile, und zwar dort, wo heute die Scottish Central Library steht. Irgendwo dort in der Nähe wurde Burke nach seiner Verurteilung gehängt. Auch hier hatte es eine Gedenktafel, auf der ich wieder eine Zahl ablesen musste...
So, jetzt hatte ich endlich alle Zahlen beinander und konnte mich auf die Suche des Endpunktes machen...
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Die Koordinaten führten mich zum wahrscheinlich kleinsten Museum der Welt, denn dieses Museum hat nur ein einziges Exponat: Oben besagtes "calling card case", hergestellt aus der Haut von William Burke... gruselig.
Danke an Abi (aka evilrooster) fürs Erschaffen dieses schönen Multicaches. Ich hatte einen wunderbaren Spaziergang und habe eine weitere Geschichte über die dunklen Seiten Edinburghs kennen gelernt :-) Damit ich den Cache loggen durfte, musste ich ihr schreiben, was sich am Zielort befindet. Sie hat mir dann die Erlaubnis zum Loggen erteilt und gleichzeitig noch erklärt, was genau eine calling card ist. So, das war jetzt viel heute... macht's gut und bis morgen :-)
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Tag 18: Language School, Geocaching

25/4/2019

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So langsam komme ich wieder richtig rein ins Englisch.  Ich glaube manchmal rede ich fast zuviel, Paweł neben mir schläft glaub immer ein... ja, wenn ich mal in Fahrt bin, dann gibt's kein Halten mehr... der Physiker würde das wohl als Impuls bezeichnen: Masse mal Geschwindigkeit, zumindest von ersterem habe ich ja genug ;-)

Am Nachmittag hatte ich dann Lust, mal die unbekannteren Seiten Edinburghs zu erkunden. Aber wie macht man das, wenn man völlig fremd ist? Da kam mir mein altes Hobby Geocaching wieder in den Sinn, und ich entschloss mich dazu, mal die in der näheren Umgebung liegenden Tradis (also "normale" Geocaches) zu suchen, in der Hoffnung, dass ein paar interessante Orte herausspringen würden.

Der erste Geocache führte mich zu einer alten Feuerwehrstation, der Central Fire Brigade Station, eröffnet 1900. Dort gab es eine Gedenkplakette für einen gewissen James Braidwood, der wohl der erste Kommandant der Fire Engines in Edinburgh war und einer der Gründer des British Fire Service war. Die zweite Plakette, die ich vergessen habe zu fotografieren, gedenkt allen Feuerwehrleuten weltweit, die ihr Leben gegeben haben, um andere zu retten, und wurde am ersten Jahrestag von 09/11 enthüllt.
Der nächste Cache führte mich zur Flodden Wall. Ich hatte diesen Namen schon öfters unten am Grassmarket gelesen, wusste aber nicht, was es damit auf sich hat. Heute erfuhr ich also, dass die Flodden Wall aus dem 15. Jahrhundert stammt und bis nach Branxton, Northumberland führt, wo sich 1513 die Schlacht von Flodden ereignete. Dort haben sich die Schotten und die Engländer - wie so oft - ordentlich eine auf die Mütze gegeben. Ich bin historisch ja nicht so versiert, und mit all den Königen komme ich schnell mal durcheinander, wer also mehr wissen will: Dr. Google weiss mehr.
Der nächste Cache war nicht wirklich interessant, den erspare ich Euch. Der vierte und leider auch letzte Cache befand sich gegenüber von Usher Hall, einer grossen Konzerthalle an der Lothian Road. Dort steht eine Statue einer Frau mit einem Kind und soll Aller gedenken, die im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika  ermordet oder inhaftiert worden waren.
Danach fing es leider an zu regnen (ich glaube zum ersten Mal, seit ich hier bin :-)), und der Akku meines Handys neigte sich dem Ende zu, so dass ich es heute bei 4 Funden bleiben lassen musste. Sollte das Wetter morgen wieder besser sein, dann mache ich vielleicht mal einen Multicache. Es hat einen, der sehr viele Favoritenpunkte hat. Mal schauen :-)
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Tag 17: Language School, ...

24/4/2019

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Heute brauchte ich mal eine Auszeit. Nach der intensiven Sightseeing-Zeit mit der Familie brauchte ich heute einfach mal einen Tag um mehr oder weniger Nichts zu tun. Am Vormittag war ich - wie immer - in der Language School, aber am Nachmittag habe ich dann nur den Haushalt gemacht... ein wenig geputzt, ein bisschen Wäsche zusammengelegt, Rechnungen bezahlt, dann bin zwischendrin mal einen Kaffee trinken gegangen und habe die Leute beobachtet. Dann war ich noch einkaufen, hab noch ein Ticket für das Beltane Festival gekauft, tja, und jetzt ist schon wieder Abend. Eigentlich wollte ich ja ein wenig laufen und dann noch auf das Scott Monument, aber das Wetter war heute ein wenig garstig, vor allem der Wind war sehr unangenehm, deswegen liess ich es bleiben.

Gestern war ich ja im schottischen Parlament, und heute habe ich auf Youtube gesehen, dass alle Debatten auf der Youtube-Seite des schottischen Parlaments veröffentlicht werden (habe mich gestern schon gewundert, wofür die 10 Kameras in der Debating Chamber gut sein sollen. Jetzt weiss ich es). Wer genau hinschaut, sieht mich immer mal wieder kurz in der ersten Reihe in der Mitte auf der Zuschauergallerie sitzen...
Vor ein paar Tagen hat mir Steven, mein Englischlehrer, einen schottischen Comedian empfohlen. Wer also noch mehr von diesem schönen schottischen Akzent hören möchte, und sich dabei noch totlachen möchte, dem sei dieses Video hier empfohlen. Es ist zwar schon uralt (Ende 1980er Jahre), aber sehr witzig. Whoopi Goldberg stellt in diesem Video den damals in den USA noch unbekannten schottischen Comedian Billy Connolly vor. Der Teil mit Billy Connolly startet erst bei 24:00, aber der Teil mit Whoopi Goldberg ist auch witzig. Viel Spass beim Anschauen und bis morgen :-)
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Tag 16: Language School, Scottish Parliament, Waverley, Closes

23/4/2019

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Heute morgen waren wir wenigstens wieder zu zweit mit unserer Lehrerin Anna, die - wie ich heute erst erfuhr - ursprünglich aus Ungarn kommt. Von ihrem Englisch her dachte ich schon, dass sie keine Britin ist, aber ich konnte nicht heraushören, aus welcher Ecke sie kommt. Heute haben wir mit einer neuen Unit angefangen, es geht um "Issues", also alle möglichen Probleme, die wir heutzutage so auf unserer Erde haben. Angefangen haben wir mit dem Thema Palmöl, wohl um mir mein morgendliches Nutellabrot  madig zu machen. Aber das schafft sie nicht. Nutella forever :-)

Am Nachmittag hatte ich einen Termin im schottischen Parlament. Die schottische Regierungschefin, First Minister Nicola Sturgeon hatte mich zum Tee geladen... QUATSCH... schön wär's gewesen. Nein, ich hatte einfach ein Zeitfenster für den Zuschauerbalkon gebucht, so dass ich zwei Stunden lang der Debatte im schottischen Parlament zuhören und zuschauen konnte. Ich hätte nicht gedacht, dass es so spannend sein würde, aber ich habe die vollen zwei Stunden dort verbracht. Leider durfte man während der Debatte nicht fotografieren, und ich war knapp dran, so dass ich jetzt nur ein ganz schnell geknipstes Foto vorweisen kann, was auch noch unscharf geworden ist... Ich wollte es mir halt auch nicht mit dem Sicherheitspersonal verscherzen, nachdem die meinen Rucksack eine gefühlte halbe Stunde gefilzt haben... eine Sicherheitskontrolle am Flughafen ist ein Witz dagegen ;-)
Nach zwei Stunden musste ich also wieder raus, und da ich ja gerade am Fusse von Arthur's Seat war, überlegte ich kurz, ob ich wirklich raufgehen sollte. Gott sei Dank war es aber heute deutlich kälter, und um das Parlamentsgebäude herum war es extrem zugig. Da ich nur meine dünne Jacke dabei hatte, entschied ich mich - schweren Herzens ;-) - NICHT auf Arthur's Seat zu wandern, sondern was Anderes zu unternehmen. Zuerst schoss ich noch ein paar Bilder vom Parlamentsgebäude...
und dann lief ich ein kurzes Stück die Royal Mile hinauf, in der Hoffnung, dass es dort ein wenig windgeschützter ist. Dann kam mir die Idee, dass ich ja noch ein paar von den Closes genauer anschauen könnte. Die Closes sind kleine Gässchen, die links und rechts von der Royal Mile hinunterführen. Oft sehen diese Gässchen von der Royal Mile aus völlig unscheinbar aus, aber wenn man sich hineintraut, tun sich einem oft wunderschöne Plätze auf, oder es hat schöne alte Gebäude oder Gärten. Einer dieser schönen Closes ist der Dunbar Close, unweit von Holyrood Palace und dem Parlamentsgebäude...
Wie man sieht, ist es hier wunderschön und es sind nahezu keine Leute da. Da mir die Royal Mile zu überfüllt ist, entschied ich mich mal die Parallelstrasse nördlich der Royal Mile zu erkunden. Das war aber nicht besonders toll, da ich relativ schnell auf die Schienen, die zu Waverley Train Station führen, traf. Waverley ist der Hauptbahnhof, und vielleicht kennt jemand diesen Bahnhof aus Avengers Infinity War. Dort wie auch in anderen Teilen Edinburghs wurden gewisse Szenen für diesen Film gedreht.
Im Bahnhof wurde es mir dann aber schnell zu hektisch, so dass ich über den Advocat's Close (der sich nicht wirklich gelohnt hat) wieder auf die Royal Mile hochgelaufen bin (meine Höhenmeter habe ich also schon gemacht, für diejenigen unter Euch, die sich um meine Fitness sorgen ;-)). Gegenüber von Deacon Brodies Tavern habe schliesslich noch Brodie's Close und weiter oben Riddle's (oder wie es auf der Tafel steht: Riddell's) Close&Court angeschaut. Das sind wohl die kleinen Dinge, die man als Tourist meist nicht zu Gesicht bekommt, weil man zuerst die vielen Hauptattraktionen machen muss, und dann sind die Ferien meist schon vorbei... schön, dass ich noch ein bisschen Zeit hier verbringen darf :-)
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Tag 15: Language School, Haushalt, Fitness

22/4/2019

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Heute morgen war ich der einzige in meinem Kurs. Da Anna heute keine Lust auf Unterricht hatte war wieder Steven da. Und da Paweł heute offenbar auch keine Lust auf Englisch hatte, war ich alleine mit Steven da. Er hatte zwar einen ganzen Haufen Material vorbereitet, aber das haben wir gar nicht gebraucht. Im Prinzip haben wir uns gute 3 Stunden unterhalten, über Gott und die Welt, über Dialekte, schottischen Slang, den Klimawandel und natürlich: Weltfrieden... nein, das nicht, aber sonst war glaub so ziemlich alles dabei. War irgendwie auch schön, mal einen Lehrer ganz für sich zu haben :-)

Nach der Schule gabs was zu Futtern, dann musste ich nochmals Wäsche waschen, nebenher habe ich noch das Bad geputzt, und als die Waschmaschine dann fertig und alles aufgehängt war, startete ich zu meinem Fitnessprogramm. Als Eva und die Boys noch da waren habe ich leichtfertig gesagt, dass ich jeden Tag auf Arthur's Seat raufwandern würde, um ein wenig in Form zu kommen... naja, zumindest heute hat's geklappt :-)
Heute war natürlich super Wetter. Ich konnte den ganzen Tag im T-Shirt rumlaufen, selbst oben auf dem Gipfel war es nicht besonders frisch. Ob ich da aber jetzt jeden Tag rauflaufen will... naja, ich weiss nicht... übertreiben muss man es ja auch nicht mit der Fitness. Und ihr wollt ja auch nicht jeden Tag die gleichen Bilder anschauen, oder?

Danke an dieser Stelle übrigens an alle Leute, die mir per Email/WhatsApp etc. Feedback zu meinem Blog gegeben haben oder sich einfach bei mir erkundigt haben, wie es mir denn so geht. Ihr könnt auch gerne direkt hier auf dem Blog einen netten Kommentar hinterlassen.

Allen Lehrern und Schülern der OS Kreuzstrasse, besonders natürlich der r3a/s3a und meiner Englischgruppe der s2a,  wünsche ich für morgen einen guten Start ins letzte Quartal. Gebt nochmal Vollgas und zeigt der Frau Müller, was ihr draufhabt :-)
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Tag 14: Wohnung abgeben, Familie verabschieden, Alleine sein...

21/4/2019

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Ich schreibe es gleich am Anfang: Heute war ein emotional schwieriger Tag für mich. Zuerst mussten wir unsere alte Wohnung verlassen und unseren ganzen Krempel in meine neue, kleinere Wohnung zügeln. Die Wohnung ist an und für sich sehr nett, aber als wir heute ein wenig genauer schauten, merkten wir, dass doch einiges nicht so richtig geputzt/gespült wurde, z.B. war im Backofen noch irgendein Blech, auf welchem jemand mal einen Fisch oder etwas ähnliches gebrutzelt hat. Also habe ich erst einmal spülen dürfen, und wo ich schonmal dabei war, habe ich noch die ganzen Gläser und Tassen in den - Gott sei Dank vorhandenen - Geschirrspüler gesteckt, damit alles mal wieder durchgespült ist. In der Waschmaschine waren auch noch Handtücher und Bettbezüge, die mein Vermieter zwar schon durchgewaschen, aber nicht mehr aufgehängt bzw. getrocknet hat. Also konnte ich das auch noch machen. Naja, ist ja nicht schlimm, aber auf diese Weise fanden wir immer wieder neue kleine Sachen, die dann doch nicht sooo toll geputzt waren. Aber ich habe ja 3 Wochen Zeit, um die Bude wieder auf Vordermann zu bringen ;-).

Als wir die Küche dann einigermassen in Schuss hatten, machten wir uns noch schnell was in der Mikrowelle warm, denn heute hiess es für Eva und die Jungs: Heimflug. Die Mikrowelle war natürlich auch nicht sauber... aber auch das hatten wir schnell erledigt. Anschliessend setzten wir uns noch 2 Stunden in die Princess Street Gardens, tranken dort noch einen Kaffee, und dann war es schon Zeit die Koffer zu holen und zum Flughafen zu fahren. Das funktioniert in Edinburgh alles sehr einfach. Die Linie 100 fährt rund um die Uhr zwischen Airport und City hin und her, alle paar Minuten kommt ein Bus vorbei. No problem. Als wir dann im Flughafen waren, half ich Eva und den Jungs noch mit den Koffern, und dann kam der Moment, vor dem ich schon ein bisschen Schiss hatte: Ich musste mich von meiner Familie verabschieden und zum ersten Mal in meinem Leben war ich komplett alleine in einem fremden Land, in einer fremden Stadt, ohne einen einzigen Kollegen, ohne einen einzigen Bekannten, einfach nur ich, ganz alleine. Das war verdammt komisch. Als ich dann wieder im Bus Richtung City sass, war es mir schon ein wenig mulmig. Und auch als ich in der Stadt ankam, konnte ich mich noch nicht so richtig über meine ungewohnte "Freiheit" freuen. Ich setzte mich erstmal auf eine Parkbank und machte ein paar Bilder. Eine Möwe hatte von irgendwoher einen kompletten Keks ergattert, und die Blumen leuchteten schön in der Abendsonne...
So richtig lustig war das alles aber auch nicht, und so entschied ich mich nach Hause zu laufen, wo noch ein Berg Wäsche auf mich wartete. Naja, erst mal eine Tasse Tee gemacht und den Rest Shortbread vernichtet, der noch da war, dann ging es mir schon ein wenig besser. So, und jetzt richte ich mich noch ein wenig hier ein, bevor morgen - trotz Ostern - wieder die Language School auf mich wartet. Ich bin gerade froh, dass ich morgen Schule habe, dann komme ich auf andere Gedanken. Ist schon komisch: Da freut man sich monatelang auf ein wenig Ruhe, und kaum ist sie da, will man sie gar nicht mehr... naja... erstmal ein wenig Wäsche waschen... Frohe Ostern allerseits :-)
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    Matthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH.

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