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Blog iWB2019 Edinburgh

Tag 14: Wohnung abgeben, Familie verabschieden, Alleine sein...

21/4/2019

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Ich schreibe es gleich am Anfang: Heute war ein emotional schwieriger Tag für mich. Zuerst mussten wir unsere alte Wohnung verlassen und unseren ganzen Krempel in meine neue, kleinere Wohnung zügeln. Die Wohnung ist an und für sich sehr nett, aber als wir heute ein wenig genauer schauten, merkten wir, dass doch einiges nicht so richtig geputzt/gespült wurde, z.B. war im Backofen noch irgendein Blech, auf welchem jemand mal einen Fisch oder etwas ähnliches gebrutzelt hat. Also habe ich erst einmal spülen dürfen, und wo ich schonmal dabei war, habe ich noch die ganzen Gläser und Tassen in den - Gott sei Dank vorhandenen - Geschirrspüler gesteckt, damit alles mal wieder durchgespült ist. In der Waschmaschine waren auch noch Handtücher und Bettbezüge, die mein Vermieter zwar schon durchgewaschen, aber nicht mehr aufgehängt bzw. getrocknet hat. Also konnte ich das auch noch machen. Naja, ist ja nicht schlimm, aber auf diese Weise fanden wir immer wieder neue kleine Sachen, die dann doch nicht sooo toll geputzt waren. Aber ich habe ja 3 Wochen Zeit, um die Bude wieder auf Vordermann zu bringen ;-).

Als wir die Küche dann einigermassen in Schuss hatten, machten wir uns noch schnell was in der Mikrowelle warm, denn heute hiess es für Eva und die Jungs: Heimflug. Die Mikrowelle war natürlich auch nicht sauber... aber auch das hatten wir schnell erledigt. Anschliessend setzten wir uns noch 2 Stunden in die Princess Street Gardens, tranken dort noch einen Kaffee, und dann war es schon Zeit die Koffer zu holen und zum Flughafen zu fahren. Das funktioniert in Edinburgh alles sehr einfach. Die Linie 100 fährt rund um die Uhr zwischen Airport und City hin und her, alle paar Minuten kommt ein Bus vorbei. No problem. Als wir dann im Flughafen waren, half ich Eva und den Jungs noch mit den Koffern, und dann kam der Moment, vor dem ich schon ein bisschen Schiss hatte: Ich musste mich von meiner Familie verabschieden und zum ersten Mal in meinem Leben war ich komplett alleine in einem fremden Land, in einer fremden Stadt, ohne einen einzigen Kollegen, ohne einen einzigen Bekannten, einfach nur ich, ganz alleine. Das war verdammt komisch. Als ich dann wieder im Bus Richtung City sass, war es mir schon ein wenig mulmig. Und auch als ich in der Stadt ankam, konnte ich mich noch nicht so richtig über meine ungewohnte "Freiheit" freuen. Ich setzte mich erstmal auf eine Parkbank und machte ein paar Bilder. Eine Möwe hatte von irgendwoher einen kompletten Keks ergattert, und die Blumen leuchteten schön in der Abendsonne...
So richtig lustig war das alles aber auch nicht, und so entschied ich mich nach Hause zu laufen, wo noch ein Berg Wäsche auf mich wartete. Naja, erst mal eine Tasse Tee gemacht und den Rest Shortbread vernichtet, der noch da war, dann ging es mir schon ein wenig besser. So, und jetzt richte ich mich noch ein wenig hier ein, bevor morgen - trotz Ostern - wieder die Language School auf mich wartet. Ich bin gerade froh, dass ich morgen Schule habe, dann komme ich auf andere Gedanken. Ist schon komisch: Da freut man sich monatelang auf ein wenig Ruhe, und kaum ist sie da, will man sie gar nicht mehr... naja... erstmal ein wenig Wäsche waschen... Frohe Ostern allerseits :-)
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    Matthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH.

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