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Blog iWB2019 Edinburgh

Tag 31: Auschecken, Language School, Ungewissheit, Surgeons' Hall, Einchecken :-(

8/5/2019

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Nach einer schönen Nacht im Hotel ging es heute morgen zur Language School. Ben erinnerte mich daran, dass ich als Naturwissenschaftslehrer unbedingt noch Surgeons' Hall besuchen müsse (ich hatte ja mal von den Dissektionen von Dr. Knox (Burke and Hare Story) berichtet. Somit war der Nachmittag geplant.

Doch zuvor wollte ich wieder in meine Wohnung, meinen Rucksack mit meinem Krempel von der Hotelübernachtung abstellen. Aber ich wusste nicht, ob die Handwerker schon fertig sind. Debbie, meine Landlady, versicherte mir, dass sie sich zwischen 13 und 14 Uhr bei mir melden würde, mit dem aktuellen Stand der Dinge. Nun war es aber erst 13 Uhr, also setzte ich mich in das nächste Café und trank meinen Kaffee so langsam ich nur konnte, ich musste schliessliche eine Stunde herumbringen. Kurz vor 14 Uhr wurde es mir dann zu bunt und ich schrieb Debbie eine Nachricht. Sie meldete sich umgehend, und wir verabredeten uns vor der Wohnung. Das Problem war natürlich, dass die Handwerker noch nicht fertig waren. Nun, wenn wenigstens schönes Wetter gewesen wäre, dann wäre es mir egal gewesen, aber sich den ganzen Tag bei diesem Hundewetter rumzutreiben macht wirklich keinen Spass... naja, wir vereinbarten dann, dass ich jetzt halt nochmal eine Nacht ins Hotel gehe, und da sitze ich jetzt wieder. Ist ja nicht schlecht, aber das Hin- und Hergeschleppe, auch wenn es nicht viel ist, nervt schon ein wenig... naja, shit happens... ;-)

Ich habe denn meinen Krempel zumindest in der Wohnung abstellen können, und los gings zu Surgeons' Hall, wo ich mich mit Paweł und Marta verabredet hatte. Surgeons' Hall ist - wie der Name schon verrät, ein Museum über Chirurgie, und wie sie sich im Laufe der Jahrtausende entwickelt hat. Von Zeiten vor Christi Geburt bis heute wurden schön die Entwicklungen in der Medizin im Laufe der Zeit dargestellt, und es hatte Tausende von Exponaten, von allen nur denkbaren Körperteilen und deren Krankheiten. Im pathologischen Museum waren die Exponate dann in den medizinischen Fachbereichen angeordnet. Ein Bereich befasste sich mit Augenkrankheiten, dort sah man dann hunderte Augen mit den unterschiedlichsten Krankheitsbildern, die irgendwann mal einem Menschen entnommen wurden. In einem anderen Bereich ging es dann um Orthopädie, wo dann Präparate mit Knochenwucherungen, Knochenkrebs und wer-weiss-noch-was-alles dastanden. Man war regelrecht erschlagen von den ganzen Körperteilen, die man hier anschauen konnte. Und man sah, was alles schief laufen kann in so einem Körper. Von Brust- über Bauchspeicheldrüsen- bis zu Lungenkrebs und vielem mehr war alles ausgestellt, was man sich nur vorstellen kann (das meiste davon WILL man sich gar nicht vostellen...). Eine unglaubliche Sammlung von menschlichen Organen. Ein Muss für jeden Humanmediziner. Leider war das Fotografieren mal wieder verboten, so dass ich nur von der Strasse bzw. dem Eingangsbereich Fotos machen konnte, was zugegebenermassen nicht so interessant ist. Aber was will man machen.
Komischerweise hatten wir nach dem Besuch trotzdem Hunger (mittlerweile war es mir da drin vor lauter krebsbefallenen Organen und Deformationen von Körperteilen schon leicht schwummrig... ;-)), und so beschlossen wir in das Restaurant auf der gegenüberliegenden Strassenseite zu gehen. Dort hatte ich mal wieder Fish&Chips... lecker. Nach dem Essen verabschiedeten wir Paweł, der auf der gegenüberliegenden Seite der Stadt wohnt, und ich lief mit Marta noch ein Stück und dann checkte ich wieder mal in dieses wunderbare Hotel hier ein...

Morgen wird mein letzter Tag an der Language School sein, da wir ja von Montag bis Donnerstag jeweils eine Dreiviertelstunde drangehängt haben und wir somit am Freitag frei haben. Dann geht's wieder nach Hause. Einerseits freue ich mich wieder auf zuhause, andererseits finde ich es aber auch schade, denn jetzt käme ich gerade richtig gut ins Englisch rein. Die letzten zweieinhalb Wochen haben mich nochmal richtig nach vorne gebracht, weil ja niemand da war, der mit mir Deutsch redete und somit mein kompletter Alltag auf Englisch ablief. Ich kann also nur empfehlen: Wenn ihr ne Sprache lernen wollt, dann geht ALLEINE ins entsprechende Land. Das bringt viel mehr als wenn ihr noch nen Kollegen mitnehmt. Ist natürlich nicht immer möglich, oder man traut sich das nicht zu, aber der Lerneffekt ist um ein vielfaches grösser... So, genug gepredigt. Ich wünsche einen schönen Abend/Tag... oder zu welcher Tageszeit auch immer ihr dies hier lest...

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    Autor

    Matthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH.

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