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Nachdem ich in den Herbstferien die Lampe fertigstellen konnte, ging es heute mit der Lap Steel Gitarre weiter. Zunächst habe ich das Stück Kirschbaum grob besäumt (Splintholz zum grossen Teil weggesägt) und dann abgerichtet. Da das Brett vor dem Abrichten bereits eine Dicke von 4.2cm hatte und mein Ziel eine Dicke von 4.0 cm war, hatte ich nicht besonders viel Spielraum. Gott sei Dank war das Brett schon ziemlich gerade, so dass ich am Ende bei 3.9cm herausgekommen bin. In der Breite habe ich jetzt 17cm zur Verfügung, das sollte eigentlich reichen. Jetzt kommt der für mich schwierigste Part. Das Design des Bodys. Da ich am Computer nicht so der Held im Zeichnen bin, habe ich mich im Internet inspirieren lassen. Momentan ist die Guyatone HG-91 aus den 1960ern mein Favorit, was die Formgebung betrifft. Mal schauen, ob ich das Foto in Originalgrösse ausgedruckt bekomme, dann kann ich es ausschneiden und aufs Holz übertragen. Eine weitere Herausforderung wird jetzt sein, dass Ganze dann so in die Länge zu ziehen, dass aus der Short-Scale Gitarre (Mensur 22.5") eine Long-Scale Gitarre wird (25.5"). Ich habe mich nämlich dafür entschieden, diese Gitarre mit der Fender Mensur zu fertigen. So, jetzt geht's mal an den Kopierer und dann sehen wir, ob da was Brauchbares rauskommt... ... so, knapp 2h später sieht es so aus: Ich habe zuerst das obige Bild mit 400% vergrössert (maximum, was der Kopierer hergibt, das ergab das zweite Bild) und dann nochmal vergrössert, so dass der Abstand zwischen Sattel und Steg ca. 648mm (25.5") beträgt, das war dann das unterste Bild. Insgesamt war alles zu gross, weil die Gitarre im Original nur eine 22.5"-Mensur hat, also entschied ich mich das zweite Bild nochmals zu vergrössern, und zwar auf 22.5" Mensur, und danach einfach den Mittelteil länger zu machen, das ergab dann das zweitunterste Bild. Ich denke ich werde mit dem zweituntersten Bild weiterarbeiten. Probehalber habe ich den Pickup und die Potis etc. auf das Bild gelegt. Ich finde das könnte so passen :-) Die Potiknöpfe kommen natürlich nicht dorthin, wo sie auf dem Bild liegen, nur keine Sorge... Nächste Woche werde ich also die nun festgelegte Form und die wichtigsten Linien (Center Line, Sattel, Bridge, 12. Bund) auf das Holz bringen und dann beginnt der eigentliche Spass :-) Freue mich schon. Für heute ist aber genug. Unglaublich wieviel Zeit man braucht, wenn man etwas mehr oder weniger "from scratch" bauen will.
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Nachdem wir letzte Woche die Projektvereinbarung abgeschlossen haben, ging es darum das Material für die Lap Steel zu besorgen. Mein Nachbar ist Schreiner und ich habe ihn gefragt, ob er etwas passendes hat. Am Samstag bin ich dann zu ihm in die Werkstatt und nach einiger Suche habe ich ein Stück Kirschbaum mitnehmen können. Weiterhin habe ich bei Thomann einige Gitarrenparts bestellt: Einen Pickup (Tonabnehmer), Mechaniken um die Saiten zu stimmen, Saiten, Potentiometer für Lautstärke und Ton, eine Ausgangsbuchse zum Einstecken des Kabels usw. Da es im Jumbo keine passenden Aluwinkel gab (daraus will ich Steg und Sattel machen), musste ich im Internet welche bestellen. Die sind aber noch nicht angekommen. Nebenher habe ich mir viele Gedanken gemacht wegen der Form. Es gibt unzählige Varianten, ich habe auch schon ein paar Handskizzen gemacht, aber das Ganze in voller Grösse und mit den richtigen Massen konnte ich noch nicht machen. Ich habe dann versucht einen im Internet verfügbaren Plan gemäss meinen Vorstellungen abzuändern, aber irgendwie war das auch nicht so einfach. Ich denke ich muss einfach mal anfangen mit Abrichten und mir dann alles mal aufs Holz legen und direkt auf dem Holz anzeichnen. |
AutorMatthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH. Archiv
January 2023
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