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Fortschritte

19/11/2022

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Heute ging es etwas vorwärts mit der Lap Steel Gitarre. Ich war den ganzen Nachmittag in der Schulwerkstatt, da meine Frau auf einem Geburtstag eingeladen war.
Zuerst habe ich mich um die Positionierung der Bridge gekümmert. Mittlerweile habe ich mich dazu entschieden, eine Fender Telecaster Bridge zu Verwenden, um das Problem der Erdung der Bridge und der Saiten elegant zu lösen. Denn bei den Telecaster Bridges läuft die Erdung der Metallteile folgendermassen:
Stimmechaniken -> Saiten -> Bridge -> Höhenverstellschrauben des Pickups -> Baseplate des Pickups -> Massekabel des Pickups -> Ton-Poti-Gehäuse -> Ausgangsbuchse. So sind praktisch alle Metallteile geerdet, sogar die Befestigungsschrauben des Stegs, da dieser auch die Saiten berührt und aus Aluminium sein wird.

Ok, ich habe also die Bridge parallel zur Centerline ausgerichtet und Mittig angezeichnet, die Schraubenpositionen mit der Ahle vorgestochen und vorgebohrt...
Picture
Danach habe ich den Saitenverlauf entlang der Kopfplatte auf Papier gezeichnet. Hier geht es vor allem darum, dass die Stimmmechanikpositionen so gewählt werden, dass die Saiten nicht allzu schräg auf den Sattel zulaufen. Ich war mit meiner Zeichnung ganz zufrieden, so dass ich das Papier direkt auf die Kopfplatte auflegte und mit der Ahle an den 6 Positionen durchstach. Danach ging ich an die Standbohrmaschine und bohrte mit einem 10mm Bohrer die Stimmmechaniklöcher durch. 
Als nächstes machte ich mich daran, die Pickup Cavity herauszuarbeiten. Nachdem ich sie vorher schon aufgezeichnet hatte, bohrte ich zuerst den Grossteil des Materials mit einem 20er Astlochbohrer aus. Den Rest erledigte ich mit dem Stechbeitel/Stemmeisen.
Weiter gings mit dem Elektrikfach für die beiden Potis. Zuerst habe ich eine Linie parallel zur Centerline gezogen, die genau durch die Mitte des verbliebenen Materials zwischen Bridge und Gitarrenrand geht. Auf dieser Linie habe ich dann mit einem 25er Astlochbohrer jeweils 3cm tief gebohrt und danach den Rest mit dem Stechbeitel herausgearbeitet. Hier kommen nachher die Drähte vom Pickup rein, werden dann durch die beiden hier drin sitzenden Potis geleitet und dann geht's raus zur Steckerbuchse, welche auch in dieses Fach münden wird. Das machen wir aber erst im nächsten Schritt :-)
Wie bereits erwähnt fehlt jetzt noch die Bohrung für Steckerbuchse fürs Instrumentenkabel, welches dann zum Verstärker geht. Da ich wusste, dass ich noch vom Elektrikfach zum Pickupfach durchbohren muss, platzierte ich die Bohrung (22mm) genau in der gleichen Flucht, so dass ich später dann geradeaus durch das Steckerfach durchbohren kann. Somit wird die Steckerbuchse genau in der Mitte zwischen den beiden Potis ins Elektrikfach reinragen. Clever, nicht?
Nun bohrte ich also mit dem Akkubohrer (6mm-Bohrer) durch das soeben erstellte Loch durch bis zum Pickupfach. Durch dieses Loch werden dann die beiden Drähte vom Pickup ins Elektrikfach gezogen. Hiermit hat die Gitarre nun alle benötigten Aushöhlungen bekommen.
Danach habe ich mich noch um das hintere Ende der Gitarre gekümmert. Dieses hatte ich bisher noch nicht in Form gebracht. Ich habe an der Bandsäge das gröbste Material weggesägt und habe mit dann mit dem Bandschleifer ein wenig näher an die aufgezeichneten Linien herangearbeitet. Von der Holzbearbeitungsseite war es dann für heute genug. Hier mal der aktuelle Stand:
Picture
Weiter ging's in der Metallwerkstatt, wo ich dann noch den Sattel herstellte. Da ich mich bei der Bridge ja für ein gekauftes Produkt entschieden hatte (wegen der Erdungsgeschichte), wollte ich beim Sattel ein wenig DIY machen. Ich hatte vor Wochen schon ein Aluminium-Winkelprofil gekauft (15mmx15mmx2mm), welches ich ablängte, die Kanten abrundete und dann noch drei 2mm-Löcher bohrte, mit denen dieser Winkel dann unterhalb der Mechaniken als Auflage für die Saiten dienen wird. 
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    Autor

    Matthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH.

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