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Schleifen, Schleifen, Schleifen...

3/12/2022

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In der letzten Woche ging es darum, das Lackieren vorzubereiten. Das bedeutet immer Schleifen, Schleifen, Schleifen... ich habe mich also durch die Körnungen gearbeitet, zuerst 120, dann 180 und schliesslich 240, feineres haben wir an der Schule momentan nicht und mehr braucht es auch nicht, denn ich will zwar schon Schellack aufbringen, aber es muss nicht ein spiegelglattes Biedermeiermöbel draus werden.

Auf der Rückseite wollte ich noch den kleinen Spalt, der durch die etwas zu hoch eingestellte Kreissäge entstanden war, füllen. Ich erinnerte mich an Wernis Trick mit dem Sekundenkleber und dem Schleifstaub, und so entschloss ich mich es auszuprobieren. Leider hat es nicht so funktioniert, denn es hat sich ein hartnäckiger brauner Streifen gebildet. Damals hatten wir es auf dem Nussbaum ausprobiert, aber auf dem hellen Kirschholz ist es jetzt doch sehr unschön geworden:
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Nach diesem Misserfolg habe ich dann den Schellack von Werni angesetzt. Ich habe einen Teil Schellack in ca. 5 Teilen Ethanol aufgelöst. Das hat gut einen Tag gedauert...
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Ein paar Tage später habe ich dann den Schellackansatz durch ein paar Filterpapiere aus dem Labor geschickt, um letzte Unreinheiten herauszufiltern. Auch das ging gut eine Stunde, da der Schellack das Filterpapier relativ schnell verklebt und man mehrmals das Filterpapier wechseln muss. Ich habe mir dann ein Reststück vom Kirschholz genommen und mit einem Ballen aus Leinen (innendrin ein paar Fetzen Baumwollstoff von alten T-Shirts) versucht ein wenig Schellack aufzubringen. Der Ballen war aber immer relativ schnell trocken, was bedeutet, dass ich zu wenig Alkohol in der Mischung hatte. Hier mal das Ergebnis mit dem noch zu "dicken" Ansatz:
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Heute war ich wieder 3 Stunden in der Werkstatt und habe mit viel Liebe und "elbow grease" geschliffen... jetzt ist der Korpus soweit, dass er lackiert werden kann. Die Stirnholzseiten waren extrem schwierig zu schleifen. Ich hoffe ich konnte es gut genug schleifen, denn bei der Lackierung kommen Schleiffehler gnadenlos zum Vorschein und man kann den Schellack gleich nochmal runterschleifen und alles nochmal machen :-(. Den braunen Streifen vom Sekundenkleber konnte/wollte ich nicht mehr komplett rausschleifen, der bleibt jetzt als Schönheitsfehler drin.

Ausserdem habe ich den Schellackansatz nochmal 1:1 verdünnt mit Ethanol. Der Auftrag funktionierte auf dem Probestück gleich viel besser. Mit dieser Mischung werde ich ab morgen den Korpus lackieren. Hier der Endstand des Schleifprozesses. 
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    Matthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH.

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