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Vor einigen Wochen hatte ich ja die Lampe fertig gebaut. Damals hatte ich sie mit Clou Holzöl mehrmals geölt. Irgendwann bemerkte ich, dass das Öl im Stirnholz so stark eingesaugt wird, dass es auf den Seiten sichtbar wird. Es bildete also keine Schicht, sondern das Holz saugte das Öl einfach auf. Ausserdem erzeugt das Öl keine glänzende, sondern eine matte Oberfläche. Da ich vom Bau der Lap Steel Gitarre noch viel Schellack übrig hatte und ich gehört habe, dass Schellack auf Öl funktioniert (im Gegensatz zu den meisten Lacken), habe ich es heute morgen einfach mal ausprobiert und zunächst einmal eine Schicht aufgetragen. Mal sehen wie es rauskommt, wenn es getrocknet ist. Es muss ja kein Hochglanz werden, aber ein bisschen seidenmatt fände ich noch schön. Nachtrag: Letztendlich habe ich noch eine zweite Schicht Schellack aufgebracht. Das hat bereits gereicht um einen seidenmatten Glanz zu erreichen. Ich finde Schellack wirklich total super. Mit relativ einfachen Mitteln (Ballen) kann man eine gesundheitlich völlig unbedenkliche, glänzende Oberfläche erzeugen und man braucht keinerlei Spezialgerätschaft wie z.B. eine Spritzanlage.
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Heute habe ich versucht die Lampe in OnShape zu zeichnen. Wie man das Ganze aber bemasst ausdrucken oder anzeigen lassen kann, dafür bräuchte ich nochmals eine Hilfestellung. Habe jetzt aber die ganzen Holzteile mit den Bohrungen etc. zeichnen können.:
https://cad.onshape.com/documents/f5ac031be3d5f7fc4abb2909/w/96f3de154e60790e8ac40083/e/b9fabb70aa93351f429de18b Vorgestern ging ich nochmals in die Werkstatt, um die Kabelausführung neu zu machen. Bisher kam das Kabel ja mittig aus dem Bodenklotz heraus, was irgendeine Art Füsse bedingt hätte. Da mir aber nichts so richtig gefiel, entschloss ich auf der Vorderseite eine 6mm-Bohrung zu machen und dann das Kabel dort auszuführen. Die hatte zur Folge, dass ich nochmals Fassung und Schalter abmontieren musste, das Kabel dann innendrin um die Ecke führen musste und dann alles nochmals anschliessen musste. Das hat aber ganz gut funktioniert. Das Bohrloch habe ich dann aussen noch mit einem Handentgrater noch ein wenig angefast, so dass es jetzt ganz hübsch aussieht. Danach habe ich die Vorderseite nochmals mit ein wenig Öl behandelt und das Ganze dann einen Tag trocknen lassen. Gestern - nachdem das Öl getrocknet war - habe ich die Lampe dann an ihren Bestimmungsort gebracht und meiner Frau vorgeführt. Wir beide sind uns einig, dass die Lampe sehr gut gelungen ist und ein perfektes Licht für den Nachttisch macht. Heute war ich mehr oder weniger den ganzen Tag an der Schule und habe an der Lampe weiter gearbeitet. Zuerst habe ich im Baumarkt das zweiadrige Kabel gekauft, zusätzlich noch Aderendhülsen und die zugehörige Crimpzange. Danach gings in die Schule. Das Öl vom Vorabend war gut eingezogen und ich entschied mich alles nochmals mit 240er Schleifpapier zwischenzuschleifen und dann nochmals zu ölen. Anschliessend begann ich mit der Elektrik. Zuerst montierte ich das Kabel an die Fassung und dann den Stecker an das Kabel. Da ich noch nicht genau wusste, wie lang alles sein sollte (musste später erst meine Frau fragen, denn die Lampe wird für sie sein), liess ich vorerst den Wippschalter noch weg. Nach dem Mittagessen war das Öl zwar noch nicht wirklich trocken, aber ich wollte nicht mehr warten und habe mit dem Zusammenbau des Lampenschirms begonnen. Hierbei merkte ich, dass meine Idee, in 6er-Päckchen zu bohren, vielleicht doch nicht ganz so toll war. Die Bohrlöcher sind trotzdem leicht im Holz verlaufen, so dass der Schirm jetzt nicht perfekt gerade ist. Das Beste war das Aufschrauben der ganzen Muttern, vor allem am Anfang, als ich noch die komplette Länge der Gewindestangen hinunterschrauben musste... zum Schluss wurde es dann Gott sei Dank immer schneller :-) Nachdem ich in der Zwischenzeit die gewünschte Länge der Kabelstücke in Erfahrung bringen konnte, machte ich mich daran, die Elektrik fertig zu stellen und dann auch mal einen ersten Funktionstest zu machen. Als Sohn eines Elektrikers war das natürlich kein Problem und Ruck-Zuck leuchtete die Lampe zum ersten Mal... Da ich die vordere Seite mit dem Schreinerdreieck noch nicht geölt hatte, machte ich mich zum Abschluss des Tages daran, die Lampe nochmals auseinanderzubauen, das Schreinerdreieck wegzuradieren, die noch ungeölten Flächen kurz nochmals mit 180er Schleifpapier anzuschleifen und dann eine Schicht Holzöl aufzutragen.
Morgen gibt es dann den Zwischenschliff mit 240er Papier, den die anderen Flächen heute morgen bekommen haben, dann die zweite Schicht Öl, und dann schaue ich, ob es noch eine dritte oder sogar vierte Schicht für alle Aussenflächen gibt. Ausserdem muss ich mir noch Füsse für die Lampe überlegen (kaufen/selber machen?), da das Kabel ja momentan unten mittig herauskommt. Für heute reicht's mir aber. Und morgen habe ich zwei Arzttermine :-( , mal schauen ob ich noch zum Werken komme. Heute morgen bin ich in den Baumarkt und habe mir Holzöl gekauft. Bisher hatte ich nur mit Schellack, Acryllack, Lasur und Wachs zu tun, deswegen wollte ich mal Öl ausprobieren. Ich hoffe der Lappen bzw. Schwamm, mit dem ich aufgetragen habe, entzündet sich nicht (habe ihn ausgewaschen und draussen zum Trocknen aufgehängt... sollte also passen). Ich habe also allen Flächen (ausser die Flächen mit dem Schreinerdreieck, welches ich noch als Orientierung brauche) eine Schicht Öl verpasst und nach einer gewissen Einwirkzeit den Überschuss mit einem Tuch abgenommen. Jetzt lasse ich es trocknen und schaue, ob ich morgen zwischenschleife und nochmals öle oder ob ich mich an den Zusammenbau mache. Eigentlich soll die Lampe ja ein wenig rustikal wirken, deswegen denke ich, dass ich nur noch die Aussenflächen ein zweites Mal öle, aber wir werden sehen. Ausserdem habe ich noch die 4 Gewindestangen eingeleimt. Habe den vorhandenen Kontaktkleber benutzt. Mal schauen ob es hält ;-). Dann wollte ich mich an die Elektrik machen. Dabei habe ich gemerkt, dass der von mir gekaufte Lampen-Wipp-Schalter und die Zugentlastung (im Fachjargon "Klemmnippel") der Lampenfassung nur für zweiadrige Kabel ausgelegt sind. Das heisst mein teuer gekauftes dreiadriges Textilkabel ist viel zu dick. Jetzt gehe ich halt morgen nochmal in den Jumbo und kaufe mir so ein popliges zweiadriges Plastik-Flachlitzenkabel und dann bastle ich mir das Kabel zusammen. Vor den Herbstferien hatte ich noch an zwei Abenden an der Lampe weitergearbeitet. Am ersten Abend habe ich mit einem 38mm-Astlochbohrer die Löcher für die Lampenfassung und die Lampe in den Sockel bzw. die Scheiben gebohrt. Beim Bohren der Scheiben hatte ich mir einen doppelten Anschlag auf den Bohrtisch befestigt. Leider war die Konstruktion nicht so fest wie ich dachte, so dass ich die Anschläge immer wieder nachjustieren musste :-(. Das zweite Problem, welches auftrat, waren die Risse im Holz. Diese haben bei 4 Scheiben dazu geführt, dass sie auseinander gebrochen sind. Also musste ich diese leimen... Am nächsten Abend habe ich zuerst die 6mm-Gewindestangen aus der Metallwerkstatt auf 28cm abgelängt (18cm für die Lampe und je 5cm für Boden/Deckel). Anschliessend habe ich 4 Löcher mit einem 6,5mm Metallbohrer in das Bodenteil gebohrt. Das Oberteil hat 6mm-Löcher und die Scheiben haben 7mm-Löcher bekommen. Da das Bohren mit dem Anschlag am Vorabend nicht so gut geklappt hat, habe ich mich für die Paket-Lösung entschieden. D.h. ich habe jeweils 6 Scheiben zu einem Paket zusammengeklebt und dann komplett durchs ganze Paket gebohrt. Das ging sehr gut. Zum Schluss habe ich geschaut, ob alles zusammenpasst und am nächsten Morgen ging es dann in die Ferien nach Kos :-). Gestern bin ich in die Werkstatt und habe den Holzstamm zuerst besäumt, d.h. den Teil mit der Rinde und dem Splintholz abgesägt. Das habe ich auf der Bandsäge gemacht. Danach musste ich mich um die Abrichte kümmern. Habe sie in der Schule noch nie verwendet und wusste auch nicht, wie ich sie vom Dickenhobel umbaue. Letztendlich war das alles aber sehr selbsterklärend und ich konnte mit abrichten beginnen. Zuerst habe ich die breiteste Seite abgerichtet, danach eine weitere Seite im 90° Winkel dazu. Das ging erstaunlich gut (habe vor 3,5 Jahren das letzte Mal abgerichtet...). Anschliessend ging ich nochmal an die Bandsäge und habe ein Stück weggesägt, damit der Dickenhobel nicht allzuviel Material abhobeln muss. Danach habe ich die Abrichte zum Dickenhobel umgebaut und dann den Holzblock auf ein Mass von 100x100mm gehobelt. Jetzt musste ich noch die beiden Stirnseiten rechtwinklig bekommen. Leider konnte man das Sägeblatt der Kreissäge nicht 10cm herausfahren, so dass ich einmal von oben und dann einmal von unten sägen musste. Der Schnitt wurde nicht perfekt, so dass ich dann am Bandschleifer nochmals nachschleifen musste. Anschliessend habe ich versucht mit der Bandsäge 1cm-Scheiben im Mittelbereich zu schneiden, indem ich einen Schreinerwinkel sozusagen als Queranschlag entlang des Längsanschlages verwendet habe. Das ging relativ gut, aber zwischendrin musste ich dann den Klotz doch drehen, damit die Fehler sich nicht zu stark addiert haben. Damit man weiss welcher Streifen wo genau im Klotz war, empfiehlt es sich vor dem Sägen ein Schreinerdreieck aufzubringen. Nachdem wir letzte Woche die Projektvereinbarung geschrieben hatten, habe ich mich daran gemacht das Material für die Lampe zu besorgen. Inspirieren liess ich mich dabei von einer Anleitung, die ich auf Youtube gefunden hatte: In der Schule fand ich ein Stück von einem Baumstamm, welcher knapp 30cm hoch war. Ich habe keine Ahnung um welches Holz es sich handelt, aber ich tippe mal auf Eiche, wegen der Rinde und dem würzigen Geruch. Weiterhin habe ich mir eine passende Retroleuchte von Osram bestellt, sowie ein Textilkabel (gabs leider nur in dreiadrig, den Schutzleiter brauche ich ja nicht, weil das Kabel nur durch Kunststoff und Holz geleitet wird). Im Jumbo in Jona habe ich dann noch einen Stecker und einen Schalter gekauft. |
AutorMatthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH. ArchivKategorien |
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