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Erster Tag in Herrn Schöbis Werkstatt :-)

29/3/2023

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Heute morgen ging es um 8.15 Uhr los bei Herrn Schöbi in der Werkstatt. Zuerst haben wir den Korpus und Deckel mit einem wohnungstauglichen Leim eingesprüht. Diesen Leim liessen wir antrocknen, er diente sozusagen als Grundierung (Haftbrücke), so dass der eigentliche Leim später nicht auf dem Holz, sondern auf dieser Grundierung haften wird. Der Leim ist leicht rötlich und dünn aufgetragen fast unsichtbar.
Danach ging es ans Ausschneiden von 1cm dickem Schaumstoff, mit welchem der Korpus eingepackt wird. Da die Aussenflächen 44x34 messen, habe ich 4 Stück mit den Massen 45x34 ausgeschnitten. Diese wurden dann mit der zweiten Leimschicht (Holz und Schaum besprühen!) aufgeklebt.
Für den Deckel habe ich 5cm dicken Schaumstoff mit je einem Zentimeter Zugabe zu allen Seiten (in meinem Fall also 46x46cm) ausgeschnitten und aufgeklebt
Danach ging es ans Ausschneiden des Stoffes, in meinem Fall des Kunstleders:

Für den Korpus benötigt man 4 Rechtecke, in meinem Fall haben wir 48x45cm festgelegt (Breite der Seiten inklusive des 1cm-Schaumes ist 46cm plus 1cm Nahtzugabe auf jeder Seite ergibt die 48cm, die 45cm entsprechen den 34cm der Seitenhöhe plus jeweils gute 5cm Zugabe zum Herumlegen um die Kanten oben und unten beim Festtackern später).

Für den Deckel benötige ich in meinem Fall ein Quadrat 48x48cm und vier Rechtecke mit jeweils 48x14cm (die 48cm ergeben sich aus der gleichen Überlegung wie vorhin und die 14 cm entsprechen den 5cm Schaumstoff plus 2cm Plattenstärke plus einige Zentimeter Material zum Herumlegen um die Unterkante des Deckels plus 1cm Nahtzugabe für die Oberseite)
Nachdem wir eine Art Schreinerdreieck zur Markierung der Unterkante an die Stoffstücke angebracht hatten, ging es an die erste Nähmaschine. Herr Schöbi besitzt zwei halbautomatische Industrienähmaschinen. Ich hatte noch nie mit solchen Maschinen zu tun gehabt, aber ich war sofort überzeugt von ihnen. Nähte am Anfang und Schluss zu verriegeln geschieht automatisch, und auch der Faden wird am Ende automatisch abgeschnitten und das Nähfüsschen hebt sich am Ende automatisch. Sehr praktisch :-).

Zuerst habe ich die vier Teile des Deckels zusammengenäht, danach waren die Teile des Korpus dran. Wir haben Stichlänge 4.5 verwendet, Geradeausstich. Bei den Korpusteilen habe ich oben und unten ca. 6cm nicht vernäht, da wir diese Stofflängen oben bzw. unten um die Ecken legen müssen.
Nach dem Zusammennähen der jeweils 4 Teile mit der ersten Maschine kam die zweite Maschine dran. Sie hat eine Zwillingsnadel mit jeweils eigenständigem Ober- und Unterfaden. Ausserdem wird auf der Unterseite gleich ein Nahtband mit angenäht. Super cooles Teil!!!

​Hier haben wir Stichlänge 5 gewählt. So entstand eine professionelle Naht, die lange halten sollte.
Dann waren schon wieder 4 Arbeitsstunden vergangen. 

Nächster Schritt ist den Oberteilbezug fertig zu nähen. Das Quadrat für die Sitzfläche muss noch an die 4 Seitenteile angenäht werden. Dafür gibt es laut Herrn Schöbi wieder eine andere Naht. Ich bin gespannt :-)
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Löcher bohren

29/3/2023

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Vor ein paar Tagen habe ich die Löcher in den Deckel der Box gebohrt. Durch diese Löcher werden später die Knöpfe durchs Polster gezogen. Herr Schöbi hat gemeint, dass die Löcher mindestens einen Durchmesser von 10mm haben sollen und dass ich das Brett in jeweils 4 gleiche Abschnitte einteilen soll, so dass wir - ähnlich wie beim Barcelona-Hocker - eine Aufteilung in gleich grosse Quadrate bekommen. Ich habe also einen 10er Bohrer in den Akkuschrauber eingespannt und losgebohrt. 
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Beginn des Hockerbaus

26/3/2023

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Nachdem ich mein Projekt mit den Dozenten abgesprochen hatte, ging es letzten Freitag an das Bauen des Holzgerüstes für den Hocker... ich habe im Jumbo in Jona Dreischichtplatte gekauft und habe dann nach der Schule den Zuschnitt gemacht: Deckel und Boden 44x44cm, zwei Seitenteile 40,2x32cm und zwei Seitenteile 44x32cm:
Da ich in der Vergangenheit Verbindungen meist nur geleimt habe, entschloss ich mich diesesmal eine verschraubte Variante zu versuchen. Ich entdeckte in der Holzwerkstatt 6 Winkelspanner, mit welchen ich die Seitenplatten so exakt wie möglich in Position brachte:
Ich hatte 4.5x50er Senkkopfschrauben, also bohrte ich mit dem Kerndurchmesser (3mm) komplett durch, danach mit einem 4mm-Bohrer die aufliegende Platte in Plattenstärke (19mm) vor, und dann senkte ich die Bohrlöcher noch an. Anschliessend nutzte ich den Akkuschrauber auch noch zum Eindrehen der Schrauben:
Danach gings ans Anbringen der Bodenplatte. Hier ging ich genau gleich vor: Vorbohren mit 3 und 4mm, Ansenken, Schrauben rein. Zum Fixieren der Bodenplatte und zum Korrigieren der Rechtwinkligkeit nutzte ich zwei Schraubzwingen, so dass ich bequem bohren konnte:
Hier die fertige Box. Der Deckel bekommt im nächsten Schritt noch Löcher, durch welche später die Knöpfe in der Bepolsterung durchgezogen werden. Am Wochenende ist jetzt aber erstmal Felix' Firmung. Ich melde mich nächste Woche wieder :-)
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