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Windlicht aus dem Schweisskurs weiter bearbeiten

5/4/2022

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Heute hatte ich eine Zwischenlektion, also schnell in die Metallwerkstatt und das Windlicht mit der Flex bearbeitet. Zu mehr als den ersten drei Flächen hat es aber nicht gereicht (musste ja noch putzen ;-)).
Am Abend habe ich dann noch die restlichen 3 Flächen abgeschliffen. Ausserdem habe ich versucht eine Fase an den Kanten anzubringen. Da ich noch nie mit einer Flex gearbeitet habe, ich also Neuling an dieser Maschine bin, ist die Fase nicht ganz so gleichmässig geworden. Im Holz mit dem Hobel fühle ich mich deutlich sicherer.

​Im Bild habe ich die schönste Seite festgehalten ;-).
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Zweiter Schweisskurstag 02.04.2022

2/4/2022

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Heute war der zweite Schweisskurstag und heute ging es an die Praxis. Da die beiden Damen sich die MAG-Geräte geschnappt hatten, versuchten Wieger und ich uns an der Autogenanlage. Nach einigen erfolglosen Versuchen liessen wir es aber sein. Die Autogenanlage ist bereits 25 Jahre alt und muss wohl erst einmal revidiert werden, und dann probieren wir es nochmals. Das einzige, was ich in einer halben Stunde hinbekommen habe, waren zwei furchtbar schlechte Schweisspunkte, die aber wenigstens einigermassen stabil waren... 
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​Als die Damen mit ihrem Stern fertig waren, konnte ich dann an eine der MAG-Anlagen und die ersten Schweissnähte schweissen. Das ging doch wesentlich besser, auch wenn die Nähte noch nicht perfekt geworden sind. Aber dazu waren wir ja da, zum Üben und sich Verbessern.
Nachdem der Stern fertig war, machte ich am vorherigen Projekt weiter, welches mir am Autogen-Tisch misslungen war, nämlich an einem Windlicht (Teelichthalter). Auch ein cooles Projekt für Schüler, bei dem es einige Nähte zu setzen gab. Hier mal ein paar Bilder von Barbara. Sie hatte sich für das gebogene Modell entschieden. Das werde ich demnächst auch noch machen.
Ich hatte mich für die Variante aus Bodenblech und 4 Seitenblechen entschieden. Leider habe ich vor lauter Spass am Schweissen das Fotografieren vergessen...
Zwischendrin haben wir auch noch ein bisschen Theorie gehabt, wir haben verschiedene Einstellungen an den Geräten ausprobiert (das Windlicht zum Beispiel habe ich mit einer Intervall-Punktung geschweisst), und wir haben auch noch eine Schweissdrahtrolle wechseln müssen (war ja klar, dass sie bei mir ausgehen musste ;-)). Aber man muss es positiv sehen, jetzt habe ich das auch nochmal gemacht. Zwischendurch haben wir dann auch noch darüber geredet, wie man das Schweissen auch im TTG einbauen könnte. Man hat ja immer das Problem, dass man nur 1-2 Schweissgeräte hat und man die anderen Schüler ja auch noch beschäftigen muss, und zwar am Besten mit etwas, was sie selbst machen können, so dass ich als LP bei den Schweissenden sein kann und die Anderen doch noch im Blick habe. Dort hatte meine Kollegin eine sehr gute Idee, die ich irgendwann mal ausprobieren möchte: Einen Kerzenständer, bei dem man den unteren Teil mit Innengewinde und Aussengewinde, also schraubbar, macht, und der obere Teil wird dann geschweisst.  So können dann immer 2 Schüler zum Schweissen kommen, die anderen machen solange den unteren Teil.

Jedenfalls waren es spannende 2 Tage, bei denen ich viel Lernen und ausprobieren durfte, und ich fühle mich jetzt gewappnet auch mal im Unterricht mit Schülern zu schweissen. Hier noch ein paar Impressionen vom heutigen Tag, mit denen ich mich aus dem Winterzwischensemester verabschiede. Liebe Grüsse :-)
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Erster Schweisskurs-Tag 26.03.2022

28/3/2022

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Letzten Samstag hatten wir unseren ersten Schweisskurstag mit Oliver Griepenburg von der Firma sta (Schweisstechnische Ausbildung) aus Sirnach TG.

Da wir Lehrpersonen das Handling der Geräte beherrschen müssen, ging es im ersten Teil darum, die Geräte kennen zu lernen, Möglichkeiten und Gefahren von Autogen- und MAG-Schweissen kennenzulernen und auch rechtliche Aspekte (SUVA) zu kennen. 

Zum Beispiel mussten wir lernen, dass unsere Schläuche der Acetylen-Sauerstoffanlage noch von 1997 sind (das Schulhaus wurde 1998 gebaut). Eigentlich müssten die Schläuche alle 5-7 Jahre ausgewechselt werden. Auch diverse andere Sachen wie die Flammenrückschlagvorrichtungen  und die Manometer sind alle schon zu alt. Da müssen wir also noch dahinter.

Es würde den Rahmen dieses Blogs sprengen, wenn ich alles notieren würde, was Herr Griepenburg uns  erzählt hat, aber für mich selbst (zum irgendwann wieder nachlesen) hier in loser Reihenfolge ein paar Informationen:

Autogenschweissen:
- älteste Technik, Flamme erhitzt Material, Zusatz wird ins Schmelzbad gegeben
- max. 700l/min der Flasche entnehmen, sonst zerfällt das Aceton in der Flasche
- Schrauben an den Flaschen nicht schmieren, Selbstentzündungsgefahr
- Einstellung: Acetylen 0.5 bar, Sauerstoff 2.5 bar (steht auch auf dem Brenner entsprechend drauf)
- Acetylen-Membranen können verstopfen, wenn sie nicht entlastet werden (Druckreduzierventil)
- Leitungen zu Beginn ca. 5s füllen
- Zuerst Sauerstoff 1/4 Umdrehung öffnen, dann Acetylen ein wenig öffnen. Beim Schliessen zuerst Acetylen zudrehen, dann den Sauerstoff.
- Falls die Flamme keilförmig wird, Brennerspitze ausfeilen (verstopft).
- bis 3mm Materialstärke nach links schweissen, Brenner pendelt, Füllstab tupft. 
- Nicht zuviel Hitze einbringen, sonst "explodiert" der Füllstab-Tropfen...
- erfordert viel Übung!


MAG (Metall-Aktiv-Gas):
- seit Ende 70er/Anfang 80er Jahre
- Schutzgasschweissen ist der Oberbegriff, MAG und MIG sind die "Kinder"
- MAG für Stahl und Chrom-Nickel-Stahl, MIG für Kupfer, Aluminium...
- wenn es Spritzer gibt, dann ist die Stromstärke evtl. zu gering oder der Drahtvorschub zu gross
- Einstellungsvorschläge sind im Deckel der Maschine aufgedruckt
- Brenner zwischen 70-80° schräg halten
- Gasdüse muss sauber sein, sonst gibt es Gasverwirbelungen und Sauerstoff wird hineingesaugt, was zu Poren in der Schweissnaht führt
- Wenn der Brenner zu flach gehalten wird, dann läuft das Gas zu schnell weg (Jet-Effekt)
- Düse kann mit Düsenfett zum Eintauchen geschützt werden
- Massekabel muss fest angeklemmt sein (Werkstück oder Tisch)
- Gasdruck einstellen: Faustregel: Drahtdurchmesser mal 10 (bei uns 0.8 mal 10 = 8 bar), Prüfrohr verwenden!
- Gasschlauch max. 3m lang!
- 2 Takt: Man muss ständig auf dem "Auslöser" bleiben; 4-Takt: Man betätigt den Auslöser nur zum Starten und dann wieder zum Stoppen. Intervalleinstellung benutzen, um weniger Hitze hineinzubringen, Zeit ist einstellbar.
- Druck der Förderrollen mit Handschuhtrick einstellen: Wenn der Draht stoppt, ist der Druck zu gering. Knickt der Draht ab, ist der Druck zu gross. Ideal ist, wenn der Draht am Handschuh spiralförmig entlang läuft.
- Verzinkten Stahl nicht schweissen! (Schwefel entsteht)

Am wichtigsten ist bei beiden Verfahren, dass man das Schmelzbad gut beobachtet und ein Gefühl dafür entwickelt, wie es sich verhält. Dafür ist viel Übung nötig, welche wir dann beim nächsten Mal bekommen, wenn wir einen Stern zusammenschweissen. Den haben wir bereits vorbereitet aus 8 Stahlblechen (3mm Dicke).  Vorher mit der Flex an den zu schweissenden Stellen vom Zunder befreit und dann mit jeweils 3 Punkten geheftet (zuerst 4mal ein T heften, dann jeweils zwei Ts zusammenheften und schliesslich dann  die beiden entstandenen Teile zusammenheften). Falls etwas nicht ganz passt, kann man mit einer Schraubzwinge nachhelfen ;-)
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​Um ihn fertig zu bekommen muss man 2,40m Schweissnaht herstellen (12 Nähte von jeweils 20cm). Ein ideales Einsteigerprojekt auch für Schüler, um ein wenig in die Thematik hineinzukommen. Ich bin gespannt und freue mich aufs nächste Mal. Hier noch ein paar Impressionen vom ersten Kurstag:
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Der Tisch ist fertig :-)

2/3/2022

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Heute Nachmittag habe ich die gestern fertig lasierten Teile zusammengeschraubt und nun ist der Tisch fertig :-) Neben den gestern schon erwähnten Kritikpunkten würde ich heute noch etwas hinzufügen, und zwar würde ich bei einem nächsten Mal die Schrauben und Muttern noch etwas tiefer ins Holz versenken, so dass beim Zusammenklappen auch ganz sicher kein Metall mehr im Weg ist. Ansonsten funktioniert der Tisch hervorragend und ich finde er ist auch ganz hübsch geworden :-) Hier noch ein paar Bilder vom fertigen Tisch:
Mittlerweile ist auch klar, wann der Schweisskurs stattfinden wird: 26. März und 2. April.
Ich melde mich dann voraussichtlich am 27.3. wieder mit Bildern vom ersten Schweisskurstag. Bis dann :-)
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Zwischenschliff, zweite Lasurschicht

2/3/2022

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Gestern Abend war ich nochmal 1,5h in der Werkstatt, so dass ich jetzt insgesamt 19 Stunden am Tisch gearbeitet habe.

Ich habe zuerst alle Teile mit 240er Papier angeschliffen, und danach habe ich die  zweite Lasurschicht aufgebracht. Jetzt liegen die Teile wieder im Lager und trocknen, so dass ich sie dann demnächst zusammenbauen kann. Dann ist der Tisch fertig.

Mit Schülern würde ich den Tisch mehrheitlich genauso bauen, jedoch würde ich das Lasieren weglassen, da es doch nicht ganz einfach ist, ein bereits zusammengebautes Teil zu streichen. Vorher zu lasieren und dann zu leimen ist auch nicht so gut, da der Leim dann ggf. nicht richtig hält. Alternative: Anderes Holz nehmen (Preisfrage...) und dann mit Klarlack lackieren.

Was ich auch anders lösen würde wären die Verbindungen. Runddübel mit Schülern würde nicht funktionieren. Vermutlich würde ich wie beim Originaltisch Nageln oder eventuell Vorbohren/Schrauben.

Alles in allem ist der Tisch aber ein tolles Projekt, was ich gerne mal mit Schülern (2./3. Oberstufe) ausprobieren würde. 

Hier noch die Bilder vom gestrigen zweiten Lasuranstrich...
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Schleifen, Lasieren

21/2/2022

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​Am Sonntag war ich nochmal 2,5 Stunden in der Werkstatt. Zuerst habe ich alle Flächen (soweit zugänglich) mit 120er Schleifpapier abgeschliffen, Es gab vom Sägewerk her doch noch einige Sägespuren, die ich herausschleifen musste. Das Schleifen hat ca. 1h gedauert.

Anschliessend habe ich begonnen, alle Rückseiten der 4 Teile zu lasieren:
Danach habe ich die Vorderseiten lasiert...
Das Lasieren ging eigentlich problemlos, allerdings ist es schon nicht ganz so einfach, bereits zusammengebaute Bauteile zu lackieren, da es viele Ecken und Kanten gibt, wo man halt schlecht hinkommt. Die Alternative zuerst zu lasieren und dann alles zu verleimen schien mir aber noch umständlicher, deswegen habe ich es eben in der ausgeführten Variante gemacht.

Die Teile liegen jetzt im Lager und können dort ein paar Tage trocknen. Vermutlich werde ich kommenden Mittwochabend einen Zwischenschliff mit 240er Papier machen und dann eine zweite und auch letzte Lasurschicht aufbringen.
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Zusammenbau, Anpassungen

21/2/2022

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Letzten Samstag war ich wieder in der Werkstatt. Ich habe zunächst alle Teile zusammengeschraubt, um zu schauen, ob soweit alles passt. Es fiel mir auf, dass der Winkel der Füsse nicht stimmt, und dass ich noch Abstandshalter zwischen den beiden "Tischplatten" brauche. Ausserdem fehlen noch die beiden Verstärkungsstreben an den Füssen unten. 
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Zuerst habe ich die Abstandshalter 6mm dick hergestellt und aufgeklebt (Kontaktkleber)
Anschliessend habe ich die Querverbindungen gedübelt. Das Verdübeln ging mittlerweile problemlos :-)
Zum Schluss habe ich noch die Füsse angepasst, so dass der Tisch nun schön steht. Somit wäre der Tisch eigentlich fertig. Nun fehlt nur noch die Oberflächenbehandlung. Alles in Allem war ich wieder 3h in der Werkstatt.
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Bau der zweiten Tischhälfte

16/2/2022

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Nachdem ich am Sonntag die erste Tischhälfte gebaut hatte, konnte ich gestern Abend die zweite Hälfte der Tischplatte in Angriff nehmen. Da das verdeckte Dübeln beim ersten Versuch nicht so toll geklappt hat, habe ich es heute etwas anders versucht, und tatsächlich hat jedes einzelne Dübelloch perfekt gepasst. Der Trick dabei ist, dass man die Nägel sehr kurz abzwickt, so dass man das zu übertragende Teil ordentlich ansetzen kann. Ausserdem ist es von Vorteil, wenn man sich irgendeinen Anschlag macht, an welchem man das Teil exakt nach unten führen kann.

Konkret habe ich die beiden Streben mit einer Schraubzwinge links und rechts an einem 32cm breiten Brett befestigt, da die Streben genau 32cm voneinander entfernt sein sollen. Weiterhin habe ich diese Konstruktion gegen die Plexiglaswand an der Fensterfront der Schulwerkstatt geschoben, so dass ich nach hinten einen Anschlag für das erste Brettchen hatte. Nachdem ich dann das erste Brett übertragen, gebohrt und gedübelt hatte, benutzte ich 6mm Holzdübel, um den Abstand von einem Brettchen zum nächsten zu bekommen.

Leider hat meine Kamera das Bild mit den Nägeln nicht aufgenommen, so dass ich es jetzt leider nicht zeigen kann. Hier einfach mal das "Abstandsbrett mit den Streben links und rechts und den fertig gebohrten Teilen. Bei zwei Brettchen habe ich pro Seite 2 Dübellöcher gebohrt, damit ein Verdrehen verunmöglicht wird. Die anderen beiden Brettchen haben jeweils nur 1 Dübelloch pro Seite erhalten.
Danach habe ich - wie letztes Mal, alles miteinander verleimt. Auch hier hat die Kamera ein Bild nicht gemacht, aber im Prinzip ist es ja dasselbe wie letztes Mal. Auch hier hatte ich Probleme mit dem äusseren Brettchen, da darunter die Krümmung der Strebe ist und ich die Zwinge nicht gescheit ansetzen konnte.

Weiterhin musste ich feststellen, dass ich die Zwingen nicht direkt auf dem Holz hätte ansetzen sollen. Bei Weichholz gibt es halt doch schnell Abdrücke, die ich nun im Anschluss mühsam wieder herausarbeiten muss. Mal sehen ob Wernis Wassertrick funktioniert. Ansonsten heisst es Schleifen, Schleifen Schleifen... aber das kenne ich ja vom Gitarrenbau...
Währenddem der Leim am Abbinden war, habe ich an den anderen Teilen die Muttern in die 10mm-Vertiefungen eingeschlagen. Interessant, wie sich das Holz an die neue Form anpasst... man könnte meinen ich hätte sechseckige Löcher gebohrt ;-).
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Anschliessend habe ich noch die erste Hälfte des Tisches zusammengeschraubt. Das sah soweit alles in Ordnung aus. Insgesamt war ich wieder 3,5h dran. Verrückt, wie die Zeit in der Werkstatt läuft... Nächstes Mal wird der Tisch fertig zusammengebaut, und wenn alles passt, wird er wieder auseinandergebaut, geschliffen und dann lasiert, vermutlich kommendes Wochenende... Bis dann :-)
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Weiter geht's :-)

15/2/2022

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Letzten Samstag gingen Eva und ich in den Coop Bau und Hobby, um eine Lasur für den Tisch zu kaufen. Wir wollten eigentlich ein Grün kaufen, aber im Laden hatte es nur die üblichen Brauntöne. Ein ehemaliger Schüler von mir, der dort arbeitet, machte uns dann auf den Farbmischservice aufmerksam. So liessen wir uns von ihm eine 2-in-1 Lasur im gewünschten Farbton mischen. Das fand ich sehr interessant. Letztendlich werden die im Computer gespeicherten Pigmente im entsprechenden Verhältnis in eine Dose farblose Lasur eingebracht. Anschliessend wird die nun verschlossene Dose in einer Art "Schüttelmaschine" ca. 1 min durchgeschüttelt.

Am Sonntag war ich dann in der Schule und habe mal den Sockel des Kerzenständers, den wir bei Matthias Schraner gemacht hatten, probehalber lasiert. Ich finde den Farbton super, und so wird der Tisch dann später auch aussehen...
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Doch bevor es ans Lasieren geht, musste ich die Holzteile bearbeiten. Zuerst habe ich mit der Bandsäge und dem Bandschleifer Abschrägungen und Rundungen an die Beine und Streben angebracht.
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​Weiterhin musste ich Vertiefungen für die Muttern und Senkungen für die Senkkopfschrauben samt der zugehörigen Löcher bohren. Die Vertiefungen für die Muttern machte ich mit einem 10mm Holzbohrer, durchgebohrt habe ich dann mit 6mm. Die Senkungen für die Schrauben habe ich mit einem Maschinensenker gemacht, da es mir von Hand zu lange ging...

​Hier musste man vor allem aufpassen, wo genau eine Senkung und wo eine Vertiefung oder nur eine Bohrung hingehört. Hierfür habe ich ein paarmal am Originaltisch nachschauen müssen...
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Anschliessend habe ich alle Kanten mit dem Hobel (bzw. einem Schleifklotz an den Rundungen) 45° angefast (Kanten gebrochen)... das gab wieder schöne Löckchen...
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​Nun kam der schwierigste Teil: Der Zusammenbau der ersten Hälfte der "Tischplatte". Im Gegensatz zum Originaltisch wollte ich die 4 Latten nicht einfach aufnageln. Deswegen dachte ich in meinem jugendlichen Wahnsinn, ich könnte ja verdeckt dübeln... haha... blöde Idee. Zuerst habe ich die Löcher an den Latten angezeichnet und Nägel eingeschlagen und anschliessend abgezwickt. Die Idee ist, dass man die Latten dann in der gewünschten Position aufs Gegenstück aufdrückt und so perfekte Bohrmarkierungen erhält. Das hat bei mir leider nicht richtig funktioniert, da ich die Latten an gar nichts ausrichten konnte. Es fehlte ein Anschlag oder so etwas Ähnliches. Ausserdem habe ich die Nägel nicht kurz genug abgezwickt... Naja, aus Fehlern lernt man und jetzt weiss ich auch, warum der Originaltisch NICHT gedübelt wurde... ;-)
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Letztendlich habe ich die Nagelpositionen übernommen und dort bis auf 2/3 der Plattendicke gebohrt. Die Dübellöcher auf der Gegenseite habe ich nach Berechnung angezeichnet. Allerdings hat auch das nicht hundertprozentig funktioniert, so dass ich gewisse Löcher ein wenig "optimieren" musste ;-). Letztendlich konnte ich dann alles verleimen und festzwingen.

Eine weitere Schwierigkeit war am Ende das Festzwingen der ersten Latte, da darunter die Rundung war und man keine Zwinge ansetzen konnte. Ich habe dann mit einer Federklammer gearbeitet, die aber nicht ganz soviel Druck ausüben konnte. Naja, wird schon halten, sonst muss ich halt von unten noch eine Schraube eindrehen, aber Schrauben und Nägel wollte ich ja eigentlich vermeiden.
Alles in Allem war ich für diesen Teil 7 Stunden in der Werkstatt, und das am heiligen Sonntag ;-). Aber es hat eine Menge Spass gemacht, auch wenn das mit dem Dübeln nicht ganz so funktioniert hat. Aber beim zweiten Teil der Tischplatte kann ich das ja nochmal üben. Ich melde mich, sobald meine schwerverletze Frau mich wieder hat werken lassen... Bis dann :-)
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Zuschnitt

8/2/2022

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Vor ein paar Tagen habe ich endlich mit dem Tisch begonnen. Zuerst habe ich den Tisch vermessen und die Masse der Einzelteile notiert. Manche Masse musste ich noch etwas anpassen, da ich die Teile aus dem vorgesehenen Rohmaterial (Dachlatten 2500x45x20mm) nicht hätte fertigen können. Der Tisch wird also keine 100%ige Kopie des Originals werden, sondern so, dass man ihn mit Schülern aus dem oben genannten Dachlattenmaterial bauen kann. Hier mal zwei Fotos des Originaltisches:
Hier die von mir gewonnenen und angepassten Masse für die Einzelteile:
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Anschliessend gings ins Holzlager, dort nahm ich vier der 2,5m langen Dachlatten. Dies erwies sich im Nachhinein als perfekt. Pro Schüler muss man also mit ca. 10m Dachlatten rechnen. Anschliessend ging es ans Ablängen der einzelnen Stücke an der Formatkreissäge:
Anschliessend ging ich daran, die einen Teile auf 14mm und die anderen Teile auf 18mm Dicke herunter zu hobeln. Hierfür habe ich den Dickenhobel benutzt...
Danach musste ich nur noch die 4 Streben unter der Tischplatte auf 30mm Breite herunterhobeln. Auch hierfür habe ich den Dickenhobel benutzt:
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 Nun waren alle Teile aufs richtige Format gebracht. Zum Schluss habe ich noch zwei Schablonen gemacht. Die obere, grosse Schablone ist für die Beine, die untere, kleinere Schablone ist für die Streben unter der Tischplatte. Insgesamt habe ich ca. 1,5h gearbeitet.
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Ich hoffe dass ich in ein paar Tagen weitermachen kann. Gestern war die erste Kontrolle im Spital, und die Ärzte waren soweit zufrieden, aber es dauert halt mindestens 6 Wochen, bis die Knochen einigermassen wieder zusammengewachsen sind... wird schon werden...
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    Autor

    Matthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH.

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