|
Nachdem ich am Sonntag die erste Tischhälfte gebaut hatte, konnte ich gestern Abend die zweite Hälfte der Tischplatte in Angriff nehmen. Da das verdeckte Dübeln beim ersten Versuch nicht so toll geklappt hat, habe ich es heute etwas anders versucht, und tatsächlich hat jedes einzelne Dübelloch perfekt gepasst. Der Trick dabei ist, dass man die Nägel sehr kurz abzwickt, so dass man das zu übertragende Teil ordentlich ansetzen kann. Ausserdem ist es von Vorteil, wenn man sich irgendeinen Anschlag macht, an welchem man das Teil exakt nach unten führen kann. Konkret habe ich die beiden Streben mit einer Schraubzwinge links und rechts an einem 32cm breiten Brett befestigt, da die Streben genau 32cm voneinander entfernt sein sollen. Weiterhin habe ich diese Konstruktion gegen die Plexiglaswand an der Fensterfront der Schulwerkstatt geschoben, so dass ich nach hinten einen Anschlag für das erste Brettchen hatte. Nachdem ich dann das erste Brett übertragen, gebohrt und gedübelt hatte, benutzte ich 6mm Holzdübel, um den Abstand von einem Brettchen zum nächsten zu bekommen. Leider hat meine Kamera das Bild mit den Nägeln nicht aufgenommen, so dass ich es jetzt leider nicht zeigen kann. Hier einfach mal das "Abstandsbrett mit den Streben links und rechts und den fertig gebohrten Teilen. Bei zwei Brettchen habe ich pro Seite 2 Dübellöcher gebohrt, damit ein Verdrehen verunmöglicht wird. Die anderen beiden Brettchen haben jeweils nur 1 Dübelloch pro Seite erhalten. Danach habe ich - wie letztes Mal, alles miteinander verleimt. Auch hier hat die Kamera ein Bild nicht gemacht, aber im Prinzip ist es ja dasselbe wie letztes Mal. Auch hier hatte ich Probleme mit dem äusseren Brettchen, da darunter die Krümmung der Strebe ist und ich die Zwinge nicht gescheit ansetzen konnte. Weiterhin musste ich feststellen, dass ich die Zwingen nicht direkt auf dem Holz hätte ansetzen sollen. Bei Weichholz gibt es halt doch schnell Abdrücke, die ich nun im Anschluss mühsam wieder herausarbeiten muss. Mal sehen ob Wernis Wassertrick funktioniert. Ansonsten heisst es Schleifen, Schleifen Schleifen... aber das kenne ich ja vom Gitarrenbau... Währenddem der Leim am Abbinden war, habe ich an den anderen Teilen die Muttern in die 10mm-Vertiefungen eingeschlagen. Interessant, wie sich das Holz an die neue Form anpasst... man könnte meinen ich hätte sechseckige Löcher gebohrt ;-). Anschliessend habe ich noch die erste Hälfte des Tisches zusammengeschraubt. Das sah soweit alles in Ordnung aus. Insgesamt war ich wieder 3,5h dran. Verrückt, wie die Zeit in der Werkstatt läuft... Nächstes Mal wird der Tisch fertig zusammengebaut, und wenn alles passt, wird er wieder auseinandergebaut, geschliffen und dann lasiert, vermutlich kommendes Wochenende... Bis dann :-)
2 Comments
Jenny Thomas
7/4/2022 14:23:26
Beim Verleimen ohne Zulagen sind die Abrücke der Zwingen im weichen Fichtenholz nur das eine Problem. Hartholzzulagen helfen auch dabei, den gesamten Druck auf die Leimstelle massiv zu verbreitern, bzw. zu verteilen.
Reply
Matthias Winghardt
7/4/2022 19:43:02
Danke für den Tipp! Werde ich in Zukunft berücksichtigen!
Reply
Leave a Reply. |
AutorMatthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH. Archiv
April 2022
|