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Heute war der zweite Schweisskurstag und heute ging es an die Praxis. Da die beiden Damen sich die MAG-Geräte geschnappt hatten, versuchten Wieger und ich uns an der Autogenanlage. Nach einigen erfolglosen Versuchen liessen wir es aber sein. Die Autogenanlage ist bereits 25 Jahre alt und muss wohl erst einmal revidiert werden, und dann probieren wir es nochmals. Das einzige, was ich in einer halben Stunde hinbekommen habe, waren zwei furchtbar schlechte Schweisspunkte, die aber wenigstens einigermassen stabil waren... Als die Damen mit ihrem Stern fertig waren, konnte ich dann an eine der MAG-Anlagen und die ersten Schweissnähte schweissen. Das ging doch wesentlich besser, auch wenn die Nähte noch nicht perfekt geworden sind. Aber dazu waren wir ja da, zum Üben und sich Verbessern. Nachdem der Stern fertig war, machte ich am vorherigen Projekt weiter, welches mir am Autogen-Tisch misslungen war, nämlich an einem Windlicht (Teelichthalter). Auch ein cooles Projekt für Schüler, bei dem es einige Nähte zu setzen gab. Hier mal ein paar Bilder von Barbara. Sie hatte sich für das gebogene Modell entschieden. Das werde ich demnächst auch noch machen. Ich hatte mich für die Variante aus Bodenblech und 4 Seitenblechen entschieden. Leider habe ich vor lauter Spass am Schweissen das Fotografieren vergessen... Zwischendrin haben wir auch noch ein bisschen Theorie gehabt, wir haben verschiedene Einstellungen an den Geräten ausprobiert (das Windlicht zum Beispiel habe ich mit einer Intervall-Punktung geschweisst), und wir haben auch noch eine Schweissdrahtrolle wechseln müssen (war ja klar, dass sie bei mir ausgehen musste ;-)). Aber man muss es positiv sehen, jetzt habe ich das auch nochmal gemacht. Zwischendurch haben wir dann auch noch darüber geredet, wie man das Schweissen auch im TTG einbauen könnte. Man hat ja immer das Problem, dass man nur 1-2 Schweissgeräte hat und man die anderen Schüler ja auch noch beschäftigen muss, und zwar am Besten mit etwas, was sie selbst machen können, so dass ich als LP bei den Schweissenden sein kann und die Anderen doch noch im Blick habe. Dort hatte meine Kollegin eine sehr gute Idee, die ich irgendwann mal ausprobieren möchte: Einen Kerzenständer, bei dem man den unteren Teil mit Innengewinde und Aussengewinde, also schraubbar, macht, und der obere Teil wird dann geschweisst. So können dann immer 2 Schüler zum Schweissen kommen, die anderen machen solange den unteren Teil. Jedenfalls waren es spannende 2 Tage, bei denen ich viel Lernen und ausprobieren durfte, und ich fühle mich jetzt gewappnet auch mal im Unterricht mit Schülern zu schweissen. Hier noch ein paar Impressionen vom heutigen Tag, mit denen ich mich aus dem Winterzwischensemester verabschiede. Liebe Grüsse :-)
2 Comments
Jenny Thomas
7/4/2022 14:33:32
Tolle und vor allem nützliche Trophäen hast du dir in diesem Kurs geholt.
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Matthias Winghardt
7/4/2022 19:37:54
Ja, habe wirklich viel dazugelernt. Hat auch richtig Laune gemacht alles auszuprobieren. :-)
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AutorMatthias Winghardt, Jahrgang 1973, arbeitet als Lehrer in Rapperswil-Jona, CH. Archiv
April 2022
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